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Großbritannien veröffentlicht umfassende Änderungsmitteilung HC 1691 zur grundlegenden Überarbeitung der Einwanderungsbestimmungen

März 7, 2026
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Großbritannien veröffentlicht umfassende Änderungsmitteilung HC 1691 zur grundlegenden Überarbeitung der Einwanderungsbestimmungen
Das Innenministerium nutzte den letzten Parlamentstag vor der Osterpause, um die Änderungsmitteilung HC 1691 vorzulegen – ein 200-seitiges Reformpaket, das am 6. März 2026 veröffentlicht wurde. Die Änderungen betreffen sämtliche Bereiche der Einwanderungsbestimmungen, von humanitärem Schutz bis hin zu Geschäftsreisen und Besuchern. Die Schlagzeilen konzentrieren sich vor allem auf drei Punkte. Erstens: Der neue „Visa-Stopp“-Mechanismus – bereits vor zwei Jahren gesetzlich verankert, aber erst jetzt angewendet – ermöglicht es Ministern, bestimmte Visakategorien für Staatsangehörige von Ländern mit unverhältnismäßig vielen Asylanträgen zu sperren. Ab dem 26. März dürfen Staatsangehörige aus Afghanistan, Kamerun, Myanmar und Sudan keine Studentenvisa mehr im Ausland beantragen; afghanische Staatsbürger sind zudem vom Skilled-Worker-Programm ausgeschlossen. Zweitens: Arbeitgeber von Skilled-Worker-Migranten müssen die Gehaltsgrenzen in jedem einzelnen Abrechnungszeitraum erfüllen, nicht nur auf Jahresbasis. Personal- und Lohnbuchhaltungsteams benötigen daher Echtzeit-Überwachungssysteme, um eine Lizenzsperrung zu vermeiden. Multinationale Unternehmen, die über Gehaltsabrechnungen im Heimatland zahlen oder variable Provisionen gewähren, sollten ihre Vergütungsstrukturen vor den ersten Compliance-Prüfungen im Sommer überprüfen. Drittens: Die Anforderungen an die Englischkenntnisse für eine Niederlassungserlaubnis im wirtschaftlichen Bereich steigen ab dem 26. März 2027 von CEFR B1 auf B2. Obwohl Migranten somit eine Übergangsfrist von 12 Monaten haben, sollten interne Mobilitätsteams zusätzliche Tests und Sprachkurse einplanen, insbesondere für Mitarbeiter, die aus nicht-englischsprachigen Ländern entsandt werden. Weitere bemerkenswerte Anpassungen sind die Erweiterung des Global Talent Visums auf Industriedesign, eine reduzierte Auslandseinsatzdauer für Entsandte sowie die Kodifizierung der lang erwarteten „aktiven Überprüfung“ des Schutzbedarfs von Flüchtlingen. Insgesamt signalisiert HC 1691 die Absicht der Regierung, die Niederlassungserlaubnis als Privileg zu gestalten, das durch Integration und wirtschaftlichen Beitrag verdient wird – und nicht als nahezu automatische Folge für langjährige Arbeitskräfte.
Quelle: Free Movement

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