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Studie warnt: Ohne anhaltende Zuwanderung würde Spaniens Wirtschaft schrumpfen

März 26, 2026
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Studie warnt: Ohne anhaltende Zuwanderung würde Spaniens Wirtschaft schrumpfen
Das spanische Amt für Nationale Vorausschau und Strategie (ONPE), eine direkt dem Premierminister unterstellte Einheit, veröffentlichte am 25. März ein Szenariopapier, das zeigt, wie sich ein Rückgang der Zuwanderung um 30 % bis 2075 auf das Land auswirken würde. Das „geschlossene Tür“-Modell prognostiziert eine Bevölkerung von nur noch 40 Millionen – 15 Millionen weniger als in der Basisprognose – sowie ein um 22 % geringeres BIP. Schulen in ländlichen Provinzen müssten wegen fehlender Schüler schließen, die landwirtschaftliche Produktion würde durch den Wegfall saisonaler Arbeitskräfte zurückgehen, und die Sozialversicherungsbeiträge würden einbrechen, was entweder höhere Steuern oder Leistungskürzungen zur Folge hätte.

Der Bericht betont, dass Migranten überproportional jung sind: Die Hälfte der seit 2020 eingewanderten 2 Millionen Personen ist zwischen 20 und 44 Jahre alt – eine Altersgruppe, die unmittelbar zum Konsum und zur Lohnsteuer beiträgt. ONPE schätzt, dass Ausländer bereits fast die Hälfte des BIP-Wachstums Spaniens nach der Pandemie ausmachen. Zudem könne die Nachfrage nach Lehrkräften, Pflegepersonal und IT-Fachkräften nicht allein durch inländische Absolventen gedeckt werden, selbst wenn die Geburtenrate schnell wieder ansteigen sollte.

Studie warnt: Ohne anhaltende Zuwanderung würde Spaniens Wirtschaft schrumpfen


Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Botschaft klar: Spaniens Wettbewerbsfähigkeit im mittelfristigen Zeitraum – und seine Offenheit für ausländische Talente – hängen eng zusammen. Multinationale Unternehmen, die Iberische Standorte für Shared-Services- oder F&E-Zentren in Betracht ziehen, sollten die migrationsfreundliche Haltung der Regierung sowie die Wahrscheinlichkeit weiterer Erleichterungen (z. B. schnellere Genehmigungen für digitale Nomaden und Verbesserungen der EU-Blauen Karte) berücksichtigen. Umgekehrt würden politische Restriktionen direkte Kosten verursachen, von Lohninflation bis zu längeren Wartezeiten bei Aufenthaltserlaubnissen.

Personalabteilungen können die ONPE-Daten nutzen, um die Führungsebene über die Aussichten auf dem spanischen Arbeitsmarkt zu informieren und frühzeitig die Entwicklung von Talentpools für Nicht-EU-Einstellungen voranzutreiben. Gleichzeitig sollten Gehaltsabrechnungsabteilungen ihre Annahmen zu Pensionskosten unter Szenarien mit langsamerem Bevölkerungswachstum auf den Prüfstand stellen.
Quelle: El País

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