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Kreuzfahrt-Riesen verlassen Golf-Route und verlegen Schiffe zu den Kanarischen Inseln Spaniens

März 20, 2026
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Kreuzfahrt-Riesen verlassen Golf-Route und verlegen Schiffe zu den Kanarischen Inseln Spaniens
Die Auswirkungen des eskalierenden Konflikts im Iran haben die europäische Kreuzfahrtbranche erreicht – und Spanien könnte davon profitieren. Costa Kreuzfahrten, MSC, Royal Caribbean und TUI Cruises bestätigten am 19. März, dass sie alle Wintereinsätze 2026/27 im Persischen Golf absagen und ihre Schiffe stattdessen zu den Kanarischen Inseln, Madeira und nahegelegenen Atlantikrouten verlegen. Die Häfen der Kanaren verzeichneten in der vergangenen Saison bereits einen Rekord von 2,8 Millionen Kreuzfahrtpassagieren; die regionalen Tourismusverbände prognostizieren nun zweistelliges Wachstum, da Schiffe wie die Costa Smeralda (6.600 Betten) und die MSC Fantasía (4.363 Betten) kleinere Vorgängermodelle ersetzen. Auch TUI’s Mein Schiff 7 und der Neubau Mein Schiff Relax werden nach der Evakuierung von über 10.000 Urlaubern aus Dubai und Doha Anfang der Woche künftig in Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife stationiert sein. Für den Archipel verspricht die Umverlegung einen wirtschaftlichen Aufschwung, der laut Schätzungen der Universidad de La Laguna Ausgaben von über 350 Millionen Euro für Passagiere, Bunker-Dienste und Hafenlogistik generieren könnte. Hoteliers und Reiseveranstalter sichern sich bereits Kontingente, während die Hafenbehörden längere Öffnungszeiten und temporäre Gangway-Installationen ankündigen, um die fast doppelt so großen Schiffe wie bisher geplant zu bewältigen. Im Gegenzug müssen Geschäftsreisende und MICE-Planer mit eingeschränkter Hotelverfügbarkeit und höheren Flugpreisen nach Gran Canaria und Teneriffa zwischen November und März rechnen. Die Kreuzfahrtgesellschaften locken zudem digitale Nomaden mit einwöchigen Fahrten, die Glasfaser-Internet und Co-Working-Lounges bieten – und verwandeln die Inseln so in schwimmende, unter spanischer Mehrwertsteuer steuerpflichtige Arbeitsplätze. Spanische Zollbehörden deuteten außerdem an, dass biometrische Entry/Exit-System (EES)-Kioske, die ab April 2026 an Häfen verpflichtend sein sollen, bereits im Dezember in Las Palmas getestet werden, um den Ansturm von Drittstaatsangehörigen per Schiff zu bewältigen. Unternehmen, die internationale Mitarbeiter auf Incentive-Kreuzfahrten schicken, sollten die Einführungstermine des EES im Blick behalten und sicherstellen, dass die Reisepässe maschinenlesbar sind, um Verzögerungen beim Einsteigen zu vermeiden.
Quelle: El País

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