
Die Sicherheitskontrollen in den USA haben am 24. März eine neue Krisenstufe erreicht, nachdem das Heimatschutzministerium (DHS) bestätigt hat, dass seit Beginn des teilweisen Regierungsstillstands am Valentinstag mindestens 458 Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) gekündigt haben. Laut Associated Press meldeten sich am Montag fast 11 Prozent der TSA-Belegschaft – mehr als 3.200 Personen – krank, während Dutzende lieber kündigten, als ohne Bezahlung zu arbeiten. Das George Bush Intercontinental Airport in Houston ist das Epizentrum des Zusammenbruchs: Von acht Kontrollpunkten waren am Dienstag nur zwei geöffnet, die Warteschlangen zogen sich über mehrere Etagen, und die durchschnittlichen Wartezeiten überstiegen vier Stunden. Die CLEAR- und TSA PreCheck-Spuren wurden geschlossen, was das bevorzugte Sicherheitsverfahren für Vielflieger und Geschäftsreisende zunichtemachte. In Atlanta, New York (JFK) und New Orleans lag die Fehlquote bei über 30 Prozent, am Hobby Airport in Houston sogar bei alarmierenden 40 Prozent. In einem beispiellosen Schritt ordnete Präsident Trump an, dass Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) die Kontrollstellen unterstützen sollen. Gewerkschaftsführer kritisierten diesen Plan scharf, da die ICE-Beamten nicht für Passagierkontrollen ausgebildet seien und die Maßnahme keine verlorenen Löhne ausgleiche. Reisende berichteten der AP von verpassten Flügen, abgesagten Geschäftsterminen und der Notwendigkeit, „sechs Stunden früher“ am Flughafen zu sein, selbst bei Inlandsflügen. Markwayne Mullin, der am 24. März als DHS-Minister vereidigt wurde, erklärte den Abbruch der Regierungsschließung zu seiner „obersten Priorität“, doch im Kongress gibt es weiterhin keine parteiübergreifende Einigung zur Finanzierung der ICE-Abschiebungen – der Knackpunkt. Fluggesellschaften befürchten, dass die anhaltenden Verzögerungen das Reiseverhalten gerade zum Beginn der Frühjahrs-Geschäftsreisesaison negativ beeinflussen. Manager für globale Mobilität sollten Reisende darauf hinweisen, mehr Zeitpuffer einzuplanen, erstattungsfähige Tickets zu kaufen und sich für Flugstatus-Benachrichtigungen anzumelden. Unternehmen mit hohem Reiseaufkommen über Houston oder Atlanta könnten vorübergehend auf Nebenflughäfen wie Austin-Bergstrom oder Birmingham ausweichen, bis sich die Personalsituation stabilisiert.
Quelle: Associated Press