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Das Außenministerium weitet Pilotprojekt für Visa-Bürgschaften auf 50 Länder aus und erhöht finanzielle Hürden für B-1/B-2-Reisende

Apr. 6, 2026
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Das Außenministerium weitet Pilotprojekt für Visa-Bürgschaften auf 50 Länder aus und erhöht finanzielle Hürden für B-1/B-2-Reisende
Ab dem 2. April 2026 hat das US-Außenministerium stillschweigend 12 weitere Länder in sein Pilotprogramm für Visabürgschaften aufgenommen, womit sich die Gesamtzahl der betroffenen Staaten auf 50 erhöht. Wie in einem am 5. April veröffentlichten Policy-Brief bestätigt wurde, müssen bestimmte Antragsteller von B-1 Geschäfts- und B-2 Touristenvisa vor der Visumerteilung erst erstattungsfähige Barkautionen in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 US-Dollar hinterlegen. Ursprünglich im August 2025 mit nur zwei afrikanischen Ländern gestartet, umfasst das Programm nun eine geografisch vielfältige Liste, darunter Kambodscha, Äthiopien, Georgien, Mauritius, Mongolei und Nicaragua. Das Ministerium begründet die Ausweitung mit einer pünktlichen Ausreisewahrscheinlichkeit von 97 % bei Kautionsinhabern – ein Beleg dafür, dass finanzielle Sicherheiten Überziehungen der Aufenthaltsdauer reduzieren. Für Unternehmen, die Talente aus den neu hinzugefügten Ländern rekrutieren oder Schulungsprogramme veranstalten, ergeben sich unmittelbare praktische Folgen: Die Budgetplanung muss große Vorauszahlungen berücksichtigen, Einladungsfristen sind anzupassen, um die Kautionsabwicklung über das Treasury-Portal Pay.gov zu ermöglichen, und Compliance-Prozesse müssen eingerichtet werden, um die fristgerechte Rückerstattung der Kaution nach Ausreise sicherzustellen. Zudem müssen Kautionsinhaber künftig ausschließlich über kommerzielle Flughäfen ein- und ausreisen, damit die Ausreise elektronisch erfasst wird – eine Einschränkung, die Tagesausflüge über Landgrenzen nach Kanada oder Mexiko ausschließt und nordamerikanische Reiserouten erschwert. Einwanderungsanwälte weisen bereits auf mögliche Gerechtigkeitsprobleme hin. „Eine Kaution von 15.000 US-Dollar entspricht für manche Antragsteller mehr als einem Jahresgehalt“, erklärt Fragomen-Partnerin Aisha Patel. „Obwohl die Kaution erstattungsfähig ist, müssen viele Reisende zu hohen Zinssätzen Geld leihen, was sie effektiv von legitimen Geschäftsreisen ausschließt.“ Das Pilotprogramm ist derzeit bis zum 5. August 2026 genehmigt, doch die schnelle Ausweitung deutet darauf hin, dass das Ministerium die politische Akzeptanz für eine dauerhafte Einführung testet. Verantwortliche für Mobilität sollten ihre Lieferkettenpartner und Projektteams mit der 50-Länder-Liste abgleichen, Kostenprognosen aktualisieren und betroffene Reisende frühzeitig informieren – insbesondere jene, die Mitte des Jahres an Fachmessen und Konferenzen in den USA teilnehmen wollen.
Quelle: OraVisa

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