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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik führt zur Streichung von 520 Flügen und bringt indische Geschäftsreisen durcheinander

Apr. 13, 2026
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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik führt zur Streichung von 520 Flügen und bringt indische Geschäftsreisen durcheinander
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa musste am 12. April über 500 Flüge streichen, nachdem die UFO-Kabinengewerkschaft zu einem 24-stündigen Streik in Frankfurt und München aufgerufen hatte. Der Ausstand, der gezielt auf den Nach-Oster-Reiseverkehr abzielte, strandete schätzungsweise 90.000 Passagiere – darunter Hunderte von Reisenden nach Indien, die auf den täglichen Verbindungen nach Delhi, Mumbai und Bengaluru sowie auf Codeshare-Flügen mit Air India und Vistara gebucht waren. Lufthansa konnte etwa ein Drittel des Flugplans retten, indem sie größere Flugzeuge einsetzte und einige Kunden auf Austrian Airlines und Swiss umbuchte, doch die Langstreckenverbindungen nach Asien waren am stärksten betroffen. Check-in-Mitarbeiter in Frankfurt teilten der Hindustan Times mit, dass der Flug nach Delhi (LH 760/761) komplett gestrichen wurde, während der Flug nach Mumbai (LH 756/757) mit 17 Stunden Verspätung startete. Das in Mumbai ansässige Umzugsunternehmen Provana Mobility berichtete, dass vier Firmenentsandte wichtige Übergabetermine in Deutschland verpassten und kurzfristig auf Emirates-Flüge umsteigen mussten – was die Projektkosten pro Reisendem um 38.000 ₹ erhöhte. Der Arbeitskonflikt dreht sich um Lohngleichheit und stabile Dienstpläne; die UFO fordert eine automatische Inflationsklausel zur Abfederung der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, während die Unternehmensleitung betont, dass jede Vereinbarung die weiterhin fragile Finanzlage der Airline nach der Pandemie berücksichtigen müsse. Die Verhandlungen werden am 15. April fortgesetzt, doch die Gewerkschaft warnt vor „eskalierenden Streikwellen“, falls keine Fortschritte erzielt werden. Für indische Unternehmen steht nun Schadensbegrenzung an erster Stelle. Mobility-Teams mit Niederlassungen in Deutschland raten Reisenden, 48-Stunden-Puffer einzuplanen, Umbuchungsfenster über die Lufthansa-App zu beobachten und die Gültigkeit des Schengen-Visums ausreichend für mögliche Zwangsaufenthalte zu sichern. Auch Spediteure spüren die Auswirkungen: Lufthansa Cargo leitete hochwertige Pharma-Sendungen an Turkish Cargo um, was die Kühlkettenlogistik erschwert. Langfristig verdeutlicht der Streik das Risiko, sich bei Ost-West-Verkehren auf einen einzigen europäischen Hub-Carrier zu verlassen. Mehrere indische Multis überprüfen derzeit ihre Strategien und setzen verstärkt auf Golf-Hubs, Split-Ticketing zur Minimierung von EU261-Kompensationsansprüchen sowie Vertragsklauseln, die zusätzliche Hotelkosten bei Arbeitskämpfen an Dienstleister weitergeben.
Quelle: Hindustan Times

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