
Die Vereinigten Staaten haben am 13. April um 14:00 Uhr GMT offiziell eine maritime Blockade aller iranischen Häfen verhängt, nachdem die Waffenstillstandsverhandlungen in Islamabad gescheitert waren, wie eine Pentagon-Erklärung im Middle-East-Live-Blog der Times of India berichtete. Präsident Donald Trump begründete diesen Schritt damit, dass er notwendig sei, um Teheran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu zwingen, die der Iran seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten am 28. Februar stark eingeschränkt hat. Indische Raffinerien beziehen etwa 45 Prozent ihres Rohöls und LPG über diese Meerenge. Beamte des Schifffahrtsministeriums bestätigten, dass sich 15 LPG-Tanker unter indischer Flagge noch im Golf befinden, während der iranische Botschafter in Neu-Delhi betonte, dass keine Gebühren für indische Tanker erhoben wurden. Versicherer in Mumbai erhöhten sofort die Prämien für Kriegsrisiken um 60 Prozent und verlangten eine Echtzeit-AIS-Überwachung für alle Schiffe, die die Sperrzone betreten. Über den Energiesektor hinaus gefährdet die Blockade wichtige Lieferketten für indische Projektfracht nach Oman und Katar und könnte die Crewwechsel erschweren, da Reedereien Hafenanläufe im Golf streichen. Mobilitätsleiter der EPC-Giganten Larsen & Toubro und Reliance Industries erklärten gegenüber Global Mobility News, dass sie Ausweichrouten über das Kap der Guten Hoffnung planen und vorübergehende Unterkünfte für Mitarbeiter prüfen, deren Einsätze möglicherweise unfreiwillig verlängert werden. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation erinnerte daran, dass das Völkerrecht die harmlose Durchfahrt durch Meerenge schützt, räumte jedoch ein, dass die Durchsetzung unklar ist. Analysten erwarten in den kommenden Tagen einen Anstieg der Charterraten für Very Large Crude Carriers auf der Indien-China-Route, und Fluggesellschaften, die über den Iran fliegen, haben bereits längere Routen beantragt, was zu Treibstoffzuschlägen führt, die sich auf die Reisekosten von Unternehmen auswirken werden.
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