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Gesetzentwurf C-12 setzt 21-Tage-Frist für 30.000 Asylbewerber in Kraft

Apr. 22, 2026
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Gesetzentwurf C-12 setzt 21-Tage-Frist für 30.000 Asylbewerber in Kraft
Weniger als einen Monat nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung des Einwanderungssystems und der Grenzkontrollen in Kanada – besser bekannt als Gesetzesentwurf C-12 – verändert sich die Flüchtlingslandschaft des Landes bereits grundlegend. Laut einem Bericht der Financial Express vom 21. April hat Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) begonnen, rund 30.000 Personen sogenannte „Verfahrensfairness“-Schreiben zuzustellen. Diese Personen könnten nun als nicht berechtigt für Asylanträge gelten, da ihre Anträge mehr als ein Jahr nach ihrer ersten Einreise nach Kanada eingereicht wurden. Die Empfänger haben nur 21 Tage Zeit, um zu reagieren, zusätzliche Beweise vorzulegen oder freiwillig das Land zu verlassen, bevor formelle Abschiebungsverfahren eingeleitet werden.

Die Einreichungsfrist von einem Jahr war bisher in der Verordnung verankert, wurde aber selten durchgesetzt. Mit dem Gesetzesentwurf C-12 wird diese Frist nun gesetzlich festgeschrieben und gilt rückwirkend für Anträge ab dem 3. Juni 2025 – ein umstrittener Schritt, der viele Betroffene überrascht, die dachten, sie seien bereits im System. Zu den Betroffenen gehören viele ehemalige internationale Studierende, die nach Verschärfung anderer Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung den Asylweg eingeschlagen haben.

Praktisch bedeutet dies, dass die meisten von IRCC markierten Personen nun ein Pre-Removal Risk Assessment (PRRA) durchlaufen müssen – ein papierbasiertes Verfahren mit eingeschränkten Berufungsmöglichkeiten im Vergleich zu einer vollständigen Anhörung vor dem Immigration and Refugee Board (IRB). Arbeitgeber in Branchen wie der Lebensmittelverarbeitung und Logistik, die stark auf offene Arbeitserlaubnisse von Asylbewerbern angewiesen sind, warnen, dass plötzliche Abschiebungen die Arbeitskräftelücken, insbesondere in Ontario und British Columbia, verschärfen könnten.

Gesetzentwurf C-12 setzt 21-Tage-Frist für 30.000 Asylbewerber in Kraft


Für globale Mobilitätsteams bedeutet dies, dass sie umgehend die Mitarbeiter mit offenen Asylanträgen überprüfen, Notfallpläne für die Personalbesetzung erstellen und betroffene Arbeitnehmer dringend zu qualifizierter Rechtsberatung raten sollten. Unternehmen, die innerbetriebliche Versetzungen unterstützen, müssen zudem sicherstellen, dass Kurzzeitentsandte nicht unbeabsichtigt die 12-Monats-Frist überschreiten und dadurch in Schwierigkeiten geraten.

Politisch signalisiert dieser Schritt der Regierung Carney den Willen, Missbrauch von Flüchtlingswegen einzudämmen und Ressourcen für qualifiziertere Einwanderungsströme freizusetzen. Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch, dass die beschleunigten Fristen gefährdete Personen in die Illegalität treiben und verfassungsrechtliche Anfechtungen provozieren könnten.

Während die ersten 21-Tage-Fristen Mitte Mai ablaufen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob IRCC die Balance zwischen Durchsetzung und fairem Verfahren halten kann – und ob Arbeitgeber auf mögliche Einbußen in ihrer Belegschaft vorbereitet sind.
Quelle: The Financial Express

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