
Acht republikanische Abgeordnete unter der Führung des Kongressabgeordneten Eli Crane aus Arizona haben im US-Repräsentantenhaus den „End H-1B Visa Abuse Act of 2026“ eingebracht. Der am 25. April vorgestellte Gesetzentwurf sieht vor, die Vergabe neuer H-1B-Visa für drei Jahre auszusetzen, danach die jährliche Obergrenze auf 25.000 zu senken, ein Mindestgehalt von 200.000 US-Dollar festzulegen und das Optional Practical Training (OPT)-Programm für internationale Absolventen abzuschaffen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es den Karriereweg von etwa 70 Prozent der indischen Fachkräfte im MINT-Bereich, die langfristig in den USA arbeiten wollen, grundlegend verändern. Zudem verbietet der Entwurf Drittanbieter-Vermittlungen und untersagt H-1B-Inhabern den Wechsel zum Daueraufenthaltsstatus – ein Schritt, den Einwanderungsanwälte als „nahezu vollständigen Neustart“ des Fachkräfte-Migrationssystems bezeichnen. Der Vorschlag hat im demokratisch kontrollierten Senat, wo 60 Stimmen zur Überwindung eines Filibusters nötig sind, kaum Chancen. Experten warnen jedoch, dass allein die Debatte die H-1B-Lotterie für das Haushaltsjahr 2027 verzögern und konkurrierende Länder wie Kanada und Großbritannien – die ihre Programme für Tech-Talente ausbauen – dazu ermutigen könnte, indische Bewerber gezielt anzuwerben. Die indischen IT-Giganten Infosys und TCS, die im vergangenen Jahr zusammen über 17.000 H-1B-Anträge gestellt haben, erklärten in Börsenmitteilungen, dass sie Notfallpläne prüfen, darunter verstärkte Einstellungen in Mexiko und Kanada. Universitäten befürchten, dass das Ende von OPT die Einschreibungen indischer Studierender in US-Graduiertenprogramme verringern könnte. Mobility-Manager sollten betroffene Mitarbeiter informieren, die Ausschussberatungen genau verfolgen und bereit sein, L-1- oder Anträge im Rahmen des Canada Global Talent Stream zu beschleunigen, falls der Gesetzentwurf an Fahrt gewinnt.
Quelle: Business Standard
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