
Der vorübergehende Schutzstatus (TPS) für etwa 3.000 jemenitische Staatsangehörige sollte am 4. Mai um 23:59 Uhr auslaufen, nachdem das Heimatschutzministerium die Schutzregelung offiziell beendet hatte, mit der Begründung, dass die „außergewöhnlichen und vorübergehenden“ Bedingungen keinen Schutz mehr rechtfertigen. Das DHS veröffentlichte die Aufhebungsregelung am 3. März im Federal Register mit einer 60-tägigen Übergangsfrist – was Arbeitgebern und betroffenen Familien nur wenig Zeit zur Vorbereitung ließ. Am Freitag, dem 1. Mai, erließ der US-Bezirksrichter Dale Ho eine einstweilige Verfügung, die Abschiebungen stoppte und die Arbeitserlaubnis für aktuelle Begünstigte verlängerte, während eine Sammelklage weiterläuft. Die Kläger argumentieren, dass im Jemen weiterhin aktive Konflikte herrschen, Hungersnotbedingungen bestehen und das DHS die gesetzlich vorgeschriebene Analyse der Landeslage nicht durchgeführt habe. In einer scharfen Stellungnahme stellte Richter Ho fest, dass die Abschiebung qualifizierter Arbeitskräfte und Eltern, die seit Jahren legal in den USA leben, „nicht wiedergutzumachenden Schaden“ verursachen und Haftungsrisiken für US-Arbeitgeber bergen würde, die auf TPS-basierte Arbeitserlaubnisse angewiesen sind. Die einstweilige Verfügung schafft eine widersprüchliche Situation: Der TPS ist formal beendet, aber die Durchsetzung ist bis zu einer weiteren gerichtlichen Überprüfung ausgesetzt. Arbeitgeber sollten weiterhin gültige EAD-Karten akzeptieren, die vom Gericht automatisch verlängert wurden, und die weiteren Anweisungen der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) genau verfolgen. Sollte die Verfügung aufgehoben werden, könnten Unternehmen nur 120 Tage Zeit haben, um die Arbeitserlaubnis erneut zu überprüfen oder Mitarbeiter in einen anderen Status zu überführen. Für Manager im Bereich globale Mobilität unterstreicht der Fall die Unsicherheit humanitärer Arbeitserlaubnisse unter der aktuellen Regierung. Er zeigt auch die Bedeutung alternativer Einwanderungswege – wie H-1B-Transfers oder humanitäre Aufenthaltsgenehmigungen – für Schlüsselmitarbeiter aus Risikoländern. Rechtsexperten erwarten, dass die Regierung schnell Berufung beim Second Circuit einlegen wird, was in wenigen Wochen zu einer weiteren wegweisenden Entscheidung führen könnte. In der Zwischenzeit sehen sich jemenitische Fachkräfte aus Bereichen wie Gesundheitswesen und Logistik erneuter Unsicherheit ausgesetzt. Ein Luftfahrtingenieur, der für diesen Bericht interviewt wurde, bezeichnete die einstweilige Verfügung als „eine Atempause“, aber „ohne Klarheit für den nächsten Monat“. Unternehmen wird geraten, ihre Mitarbeiterlisten aktuell zu halten, Budgets für beschleunigte Anträge einzuplanen und Kommunikationspläne vorzubereiten, falls die Verfügung kurzfristig aufgehoben wird.