
Tschechische Reisebüros warnen ihre Kunden, die in der Urlaubszeit von Mai bis September in den Süden reisen, dass das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem der Europäischen Union (EES) bereits zu erheblichen Verzögerungen an Flughäfen und Landgrenzen führt – und dass Kroatien, das beliebteste Sommerreiseziel der Tschechen, als nächstes betroffen sein könnte.
Laut einem Bericht der deutschen Zeitung Merkur vom 8. Mai 2026 um 04:47 Uhr müssen Passagiere an mehreren deutschen Flughäfen mit Wartezeiten von ein bis zwei Stunden rechnen, während Grenzbeamte im Rahmen des EES Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfassen. Das System hat im Oktober 2025 das bisherige Verfahren mit Passstempeln ersetzt. Fluggesellschaften, angeführt von Ryanair, fordern die EU-Regierungen auf, die Einführung bis nach der Hochsaison auszusetzen.
Obwohl der Artikel sich auf deutsche Flughäfen konzentriert, bestehen dieselben infrastrukturellen und personellen Herausforderungen in allen 29 Schengen-Staaten, die am System teilnehmen – darunter auch Tschechien und Kroatien.
Warum ist das für tschechische Reisende wichtig? Kroatien empfing in den Jahren vor der Pandemie jährlich über 850.000 Besucher aus Tschechien, und die direkten Autobahnverbindungen sowie Billigflieger-Verbindungen wachsen seit 2023 wieder stark. Wenn die biometrischen Terminals an den Flughäfen Zagreb, Split und Dubrovnik oder an den stark frequentierten slowenisch-kroatischen Grenzübergängen nicht vollständig einsatzbereit sind, befürchten Reiseveranstalter verpasste Anschlussflüge, verlorene Hotelübernachtungen und teure Umleitungen.
Das Prager Reisebüro CK Victoria rät bereits jetzt Kunden ohne EU-Pässe – etwa Familienangehörigen aus der Ukraine oder Serbien, die mit tschechischen Staatsbürgern reisen – mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen Václav Havel zu sein und sich frühzeitig im freiwilligen kroatischen EES-Webportal anzumelden, sobald dieses online geht.
Das tschechische Außenministerium teilte heute dem öffentlich-rechtlichen Sender ČRo mit, dass es „keine Hinweise darauf gibt, dass Kroatien die Einführung des EES verschieben will“, bestätigte aber, dass die tschechische Konsularhotline in Zagreb an Wochenenden bis August personell verdoppelt wurde. Das Ministerium empfiehlt Nicht-EU-Familienmitgliedern, einen Ausdruck der Unterkunftsbestätigung und Rückflugtickets mitzuführen, um Verzögerungen bei der Nachkontrolle zu vermeiden.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ergeben sich zwei unmittelbare Aufgaben: Die Reiserichtlinien der Mitarbeiter müssen an längere Umsteigezeiten angepasst werden – insbesondere bei Verbindungen wie Prag–Frankfurt–Split, die eine zweite EES-Erfassung in Deutschland erfordern – und Reisende sollten über die Nutzung der Selbstbedienungs-Biometriekioske informiert werden, die tschechische e-ID-Karten nur für die Ausreise akzeptieren, bei der Einreise aber weiterhin den Reisepass verlangen.
Multinationale Unternehmen mit rotierenden Mitarbeitern in kroatischen Bau- und IT-Projekten sollten zudem mögliche Überstundenkosten einplanen, falls Grenzwartezeiten Fahrer über die gesetzlich erlaubten Arbeitszeiten hinaus belasten.
Mittelfristig plant die Ausländerpolizei am Flughafen Prag, bis Juli sechs weitere automatisierte Kontrollschleusen für Nicht-EU-Bürger zu eröffnen und verhandelt mit Kroatien über ein Pilotprojekt zum Datenaustausch, damit die erste EES-Erfassung in Prag am Zielort wiederverwendet werden kann.
Bis dahin raten Experten, bei allen Reiseabschnitten mit einer Außengrenze des Schengen-Raums mindestens 90 Minuten Pufferzeit einzuplanen.
Laut einem Bericht der deutschen Zeitung Merkur vom 8. Mai 2026 um 04:47 Uhr müssen Passagiere an mehreren deutschen Flughäfen mit Wartezeiten von ein bis zwei Stunden rechnen, während Grenzbeamte im Rahmen des EES Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfassen. Das System hat im Oktober 2025 das bisherige Verfahren mit Passstempeln ersetzt. Fluggesellschaften, angeführt von Ryanair, fordern die EU-Regierungen auf, die Einführung bis nach der Hochsaison auszusetzen.
Obwohl der Artikel sich auf deutsche Flughäfen konzentriert, bestehen dieselben infrastrukturellen und personellen Herausforderungen in allen 29 Schengen-Staaten, die am System teilnehmen – darunter auch Tschechien und Kroatien.
Warum ist das für tschechische Reisende wichtig? Kroatien empfing in den Jahren vor der Pandemie jährlich über 850.000 Besucher aus Tschechien, und die direkten Autobahnverbindungen sowie Billigflieger-Verbindungen wachsen seit 2023 wieder stark. Wenn die biometrischen Terminals an den Flughäfen Zagreb, Split und Dubrovnik oder an den stark frequentierten slowenisch-kroatischen Grenzübergängen nicht vollständig einsatzbereit sind, befürchten Reiseveranstalter verpasste Anschlussflüge, verlorene Hotelübernachtungen und teure Umleitungen.
Das Prager Reisebüro CK Victoria rät bereits jetzt Kunden ohne EU-Pässe – etwa Familienangehörigen aus der Ukraine oder Serbien, die mit tschechischen Staatsbürgern reisen – mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen Václav Havel zu sein und sich frühzeitig im freiwilligen kroatischen EES-Webportal anzumelden, sobald dieses online geht.
Das tschechische Außenministerium teilte heute dem öffentlich-rechtlichen Sender ČRo mit, dass es „keine Hinweise darauf gibt, dass Kroatien die Einführung des EES verschieben will“, bestätigte aber, dass die tschechische Konsularhotline in Zagreb an Wochenenden bis August personell verdoppelt wurde. Das Ministerium empfiehlt Nicht-EU-Familienmitgliedern, einen Ausdruck der Unterkunftsbestätigung und Rückflugtickets mitzuführen, um Verzögerungen bei der Nachkontrolle zu vermeiden.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ergeben sich zwei unmittelbare Aufgaben: Die Reiserichtlinien der Mitarbeiter müssen an längere Umsteigezeiten angepasst werden – insbesondere bei Verbindungen wie Prag–Frankfurt–Split, die eine zweite EES-Erfassung in Deutschland erfordern – und Reisende sollten über die Nutzung der Selbstbedienungs-Biometriekioske informiert werden, die tschechische e-ID-Karten nur für die Ausreise akzeptieren, bei der Einreise aber weiterhin den Reisepass verlangen.
Multinationale Unternehmen mit rotierenden Mitarbeitern in kroatischen Bau- und IT-Projekten sollten zudem mögliche Überstundenkosten einplanen, falls Grenzwartezeiten Fahrer über die gesetzlich erlaubten Arbeitszeiten hinaus belasten.
Mittelfristig plant die Ausländerpolizei am Flughafen Prag, bis Juli sechs weitere automatisierte Kontrollschleusen für Nicht-EU-Bürger zu eröffnen und verhandelt mit Kroatien über ein Pilotprojekt zum Datenaustausch, damit die erste EES-Erfassung in Prag am Zielort wiederverwendet werden kann.
Bis dahin raten Experten, bei allen Reiseabschnitten mit einer Außengrenze des Schengen-Raums mindestens 90 Minuten Pufferzeit einzuplanen.
Quelle: Merkur
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