
Der Flughafen Heathrow verzeichnete im April einen Rückgang des Passagieraufkommens um 5 % im Jahresvergleich auf 6,7 Millionen, was auf die Sperrung des iranischen und benachbarten Luftraums zurückgeführt wird, die zu starken Einbußen auf den Nahost-Strecken führte. Laut einer Pressemitteilung und einem Reuters-Briefing vom 11. Mai sank der Verkehr zwischen London und der Region um mehr als 50 %. Paradoxerweise milderte die Hub-Konnektivität den Einbruch: Der Transferverkehr über Heathrow stieg um 10 %, da Fluggesellschaften Langstreckenflüge nach Asien und Ozeanien über das Vereinigte Königreich umleiteten. Geschäftsführer Thomas Woldbye betonte, dass die Zahlen „die Widerstandsfähigkeit eines globalen Hubs zeigen, der schnell verlagerten Bedarf aufnehmen kann.“ Die Frachtmengen blieben stabil, was die Bedeutung von Heathrow in den Lieferketten unterstreicht. Der Flughafen wird seine Prognose für 2026 im Juni überprüfen, bezeichnete die aktuelle Lage jedoch als „kurzfristige Störung“. Dennoch erschweren bereits reduzierte Flugfrequenzen in den Golfstaaten die Reiseplanung für Führungskräfte aus Energie-, Verteidigungs- und Bauwirtschaft, die auf Tagesverbindungen angewiesen sind. Reiseleiter berichten von längeren Tür-zu-Tür-Zeiten und höheren Tarifen auf den Strecken London–Dubai und London–Doha. Aus Mobilitätssicht sollten Unternehmen wöchentlich die Flugplanänderungen beobachten, zusätzliche Puffer für Anschlussflüge einplanen und sicherstellen, dass Mitarbeiter flexible Ticketbedingungen haben. Versender zeitkritischer Teile über Heathrow sollten zudem alternative Drehkreuze wie Amsterdam oder Frankfurt in Betracht ziehen, bis sich die Nahost-Korridore stabilisieren.
Quelle: Reuters / Heathrow Media Centre
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