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Italienischer 24-Stunden-Bahnstreik legt TILO-Grenzverkehr lahm, Busshuttles nach Malpensa eingerichtet

Mai 19, 2026
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Italienischer 24-Stunden-Bahnstreik legt TILO-Grenzverkehr lahm, Busshuttles nach Malpensa eingerichtet
Grenzgänger im südlichen Schweizer Kanton Tessin erlebten am 18. Mai weitreichende Zugausfälle, nachdem die italienische Gewerkschaft USB zu einem 24-stündigen nationalen Streik aufgerufen hatte, der das Personal von Trenitalia, Trenord und Italo betraf. Da die TILO-Züge gemeinsam von der Schweizerischen Bundesbahn (SBB) und Trenord betrieben werden, wurden fünf wichtige Regionallinien, die normalerweise bis nach Lombardei fahren, an der Grenze gekürzt, berichtete MoneyMag.ch um 07:12 Uhr. Die Linien RE80 (Locarno–Zürich–Mailand), S10 (Bellinzona–Chiasso–Como), S30 (Bellinzona–Luino), S40 (Cadenazzo–Varese–Malpensa) und S50 (Bellinzona–Stabio–Malpensa) fuhren auf Schweizer Seite normal, endeten jedoch in Chiasso, Stabio oder Pino-Tronzano, sodass für den Großteil des Tages keine direkte Zugverbindung nach Mailand oder zum Flughafen Malpensa bestand. Um die Flugverbindungen zu sichern, organisierte TILO Direktbusse zwischen Stabio und Malpensa, wobei Fahrgäste aus Lugano oder Bellinzona zunächst nach Stabio zurückfahren mussten. Nach italienischem Recht garantierten eingeschränkte „fasce di garanzia“ einen Notbetrieb zwischen 06:00–09:00 und 18:00–21:00 Uhr, außerhalb dieser Zeiten kam es jedoch faktisch zu einem Stillstand. Rund 78.500 italienische Grenzgänger, die täglich ins Tessin pendeln, wurden dazu angehalten, mit dem Auto zur ersten Schweizer Station zu fahren, von zu Hause aus zu arbeiten oder Urlaub zu nehmen. Auch Spediteure verlagerten dringende Lieferungen auf die Straße, was den ohnehin stark belasteten Grenzverkehr auf den Autobahnen zusätzlich verschärfte. Für Schweizer Arbeitgeber verdeutlichte die Störung die Verwundbarkeit durch die Abhängigkeit von italienischem Bahnpersonal und unterstrich die Notwendigkeit von Notfallplänen, da weitere Streiks angesichts von Lohn- und öffentlichen Dienstleistungsstreitigkeiten in Italien wahrscheinlich bleiben. Personalabteilungen wurden daran erinnert, dass durch Streiks Dritter verursachte Fehlzeiten besondere Lohnabrechnungscodes erfordern können und dass Reiseversicherungen Streik-bedingte Verspätungen in Europa selten abdecken. Der reguläre Fahrplan soll am Morgen des 19. Mai wieder aufgenommen werden, doch Beobachter warnen, dass die zunehmenden Arbeitskonflikte südlich der Grenze solche Ausfälle bis 2026 für Schweizer Mobilitätsverantwortliche zu einem wiederkehrenden Problem machen könnten.
Quelle: MoneyMag.ch

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