
Italien hat die EU-Richtlinie 2024/1233 offiziell umgesetzt und bringt damit die lang erwartete Reform des Permesso Unico di lavoro (Einheitliche Arbeitserlaubnis) zum 22. Mai 2026 in Kraft. Das im Amtsblatt veröffentlichte Gesetzesdekret 83/2026 bringt Italien auf EU-Niveau und verspricht einen schnelleren, transparenteren Weg für Drittstaatsangehörige, die im Land leben und arbeiten möchten.
Die wichtigste Neuerung ist eine strikte 30-Tage-Frist für die Polizeibehörden, die elektronische Aufenthaltskarte nach Einreise des ausländischen Arbeitnehmers auszustellen. Zusammen mit der bestehenden 60-Tage-Frist für das nulla osta des Arbeitgebers (Arbeitserlaubnis) ist der gesamte Prozess von Einreise bis Genehmigung nun auf maximal 90 Tage verkürzt – zuvor waren es bis zu 120 Tage. Auch die Verlängerungsfristen wurden vereinheitlicht: Migranten haben bis zu 90 Tage vor Ablauf Zeit, den Antrag zu stellen, und die Behörden ebenfalls 90 Tage zur Entscheidung, was das Risiko von Aufenthaltslücken verringert.
Parallel zum Dekret wird eine neu gestaltete „Anti-Fälschungs“-E-Permit-Karte eingeführt. Diese trägt den klaren Schriftzug „perm. unico lavoro“, verfügt über einen verbesserten Chip-Schutz und neue Felder zur Dokumentation von Beschäftigungsbedingungen und Familienrechten. Arbeitgeber sind verpflichtet, jede Statusänderung – positiv oder negativ – proaktiv an den ausländischen Arbeitnehmer zu kommunizieren, was die Transparenz erhöht und Missbrauch vorbeugt.
Für Mobility-Teams in Unternehmen bedeutet die verkürzte Frist eine schnellere Integration von Nicht-EU-Fachkräften, weniger Projektverzögerungen und eine klarere Service-Level-Vereinbarung gegenüber den Fachabteilungen. Allerdings ist die Einhaltung der Fristen entscheidend: Verspätungen oder unvollständige Unterlagen führen zu automatischen Ablehnungen, und Arbeitgeber riskieren Sanktionen, wenn sie den Arbeitnehmer über negative Entscheidungen nicht informieren.
Multinationale Unternehmen sollten ihre internen Abläufe überprüfen und die 90-Tage-Grenze in ihre Einsatzplanung einbeziehen. Strategisch signalisiert die Reform Roms Entschlossenheit, im globalen Wettbewerb um Talente wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch den Abbau bürokratischer Hürden bei gleichzeitiger Verankerung von EU-weiten Arbeitnehmerschutzstandards will Italien sowohl Fachkräfte aus dem gewerblichen als auch dem akademischen Bereich anziehen, seine Industrie stärken und den chronischen Fachkräftemangel in Branchen von der Hightech-Produktion bis zur Gastronomie bekämpfen.
Die wichtigste Neuerung ist eine strikte 30-Tage-Frist für die Polizeibehörden, die elektronische Aufenthaltskarte nach Einreise des ausländischen Arbeitnehmers auszustellen. Zusammen mit der bestehenden 60-Tage-Frist für das nulla osta des Arbeitgebers (Arbeitserlaubnis) ist der gesamte Prozess von Einreise bis Genehmigung nun auf maximal 90 Tage verkürzt – zuvor waren es bis zu 120 Tage. Auch die Verlängerungsfristen wurden vereinheitlicht: Migranten haben bis zu 90 Tage vor Ablauf Zeit, den Antrag zu stellen, und die Behörden ebenfalls 90 Tage zur Entscheidung, was das Risiko von Aufenthaltslücken verringert.
Parallel zum Dekret wird eine neu gestaltete „Anti-Fälschungs“-E-Permit-Karte eingeführt. Diese trägt den klaren Schriftzug „perm. unico lavoro“, verfügt über einen verbesserten Chip-Schutz und neue Felder zur Dokumentation von Beschäftigungsbedingungen und Familienrechten. Arbeitgeber sind verpflichtet, jede Statusänderung – positiv oder negativ – proaktiv an den ausländischen Arbeitnehmer zu kommunizieren, was die Transparenz erhöht und Missbrauch vorbeugt.
Für Mobility-Teams in Unternehmen bedeutet die verkürzte Frist eine schnellere Integration von Nicht-EU-Fachkräften, weniger Projektverzögerungen und eine klarere Service-Level-Vereinbarung gegenüber den Fachabteilungen. Allerdings ist die Einhaltung der Fristen entscheidend: Verspätungen oder unvollständige Unterlagen führen zu automatischen Ablehnungen, und Arbeitgeber riskieren Sanktionen, wenn sie den Arbeitnehmer über negative Entscheidungen nicht informieren.
Multinationale Unternehmen sollten ihre internen Abläufe überprüfen und die 90-Tage-Grenze in ihre Einsatzplanung einbeziehen. Strategisch signalisiert die Reform Roms Entschlossenheit, im globalen Wettbewerb um Talente wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch den Abbau bürokratischer Hürden bei gleichzeitiger Verankerung von EU-weiten Arbeitnehmerschutzstandards will Italien sowohl Fachkräfte aus dem gewerblichen als auch dem akademischen Bereich anziehen, seine Industrie stärken und den chronischen Fachkräftemangel in Branchen von der Hightech-Produktion bis zur Gastronomie bekämpfen.
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