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Justizminister Gérald Darmanin fordert dreijährige Aussetzung der legalen Einwanderung nach Frankreich

Mai 26, 2026
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Justizminister Gérald Darmanin fordert dreijährige Aussetzung der legalen Einwanderung nach Frankreich
Die langanhaltende Debatte über Einwanderung in Frankreich erreichte an diesem Wochenende einen neuen Höhepunkt, nachdem Justizminister Gérald Darmanin dem Le Journal du Dimanche mitteilte, das Land solle „ein dreijähriges Moratorium für legale Einwanderung“ verhängen. In einem Folgeinterview, das am 25. Mai von Brussels Signal aufgegriffen wurde, erklärte der Minister, Frankreich habe „die Grenze seiner Integrations- und Assimilationsfähigkeit erreicht“ und forderte eine Verfassungsreform, die verbindliche jährliche Einwanderungskontingente ermöglichen soll. Darmanins Vorschlag geht weit über das Einwanderungsgesetz 2024 der Regierung hinaus, das zwar Sprach- und Staatsbürgerkundevoraussetzungen verschärfte, aber weiterhin Fachkräften und Unternehmern in Mangelberufen den Zugang offenhielt. Er plant, die Erteilung von Visa und Aufenthaltstiteln davon abhängig zu machen, dass Herkunftsländer ihre Staatsangehörigen, die sich unerlaubt aufhalten oder ausgewiesen wurden, wieder aufnehmen, und die Familiennachzugsrechte, die vielen Langzeitaufenthaltstiteln zugrunde liegen, einzuschränken. Der Minister brachte zudem beschleunigte Abschiebungen ausländischer Inhaftierter ins Gespräch. Obwohl das Élysée diese Idee bislang nicht unterstützt, wird der harte Kurs weithin als Versuch gewertet, vor der Präsidentschaftswahl 2027 Wähler aus dem bürgerlich-konservativen Lager zu gewinnen. Umfragen zeigen, dass Einwanderung bei französischen Wählern konstant zu den drei wichtigsten Anliegen neben Lebenshaltungskosten und Sicherheit zählt. Die Führung der Rassemblement National, Marine Le Pen und Jordan Bardella, fordert seit Langem ein Moratorium und ein Referendum zur Migration; Darmanins Vorstoß rückt die Regierungspartei damit näher an die Oppositionslinie heran. Für global agierende Unternehmen würde ein Einwanderungsstopp – selbst wenn er vorübergehend ist – die Personalplanung, innerbetriebliche Versetzungen und Trainee-Programme erheblich stören. Branchen, die auf Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten angewiesen sind, wie IT, Ingenieurwesen und Gastgewerbe, könnten mit akuten Engpässen konfrontiert werden. Multinationale Unternehmen sollten daher alternative Personalmodelle vorbereiten (Remote-Arbeit, kurzfristige Dienstverträge oder Entsendungen in benachbarte EU-Länder) und die parlamentarischen Beratungen genau verfolgen: Jede Verfassungsänderung erfordert eine Dreifünftelmehrheit im Kongress (Nationalversammlung + Senat) oder ein nationales Referendum. Praktisch sollten Personalabteilungen zudem beobachten, ob die Kategorien für Familiennachzug oder Talentpässe eingeschränkt werden und ob Konsulate strengere Dokumentationsprüfungen einführen. Sollte das Moratorium an Zustimmung gewinnen, könnte eine frühzeitige Antragstellung für geplante Versetzungen in den Jahren 2026–2027 Störungen abmildern.
Quelle: Brussels Signal

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