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Gewerkschaften rufen am 18. Juni zum Streik an Flughäfen im Großraum Paris wegen Streit um Sicherheitsausweise auf

Mai 26, 2026
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Gewerkschaften rufen am 18. Juni zum Streik an Flughäfen im Großraum Paris wegen Streit um Sicherheitsausweise auf
Reisende, die Mitte Juni über Paris fliegen wollen, sehen sich mit neuer Unsicherheit konfrontiert: Eine intergewerkschaftliche Koalition aus Bodenpersonal, Sicherheitskräften und Hilfsarbeitern hat für Donnerstag, den 18. Juni 2026, zu einem Streik aufgerufen. Laut einem Bericht von Sortiraparis vom 25. Mai wird der Ausstand die drei wichtigsten Flughäfen der Hauptstadt – Charles de Gaulle, Orly und den Geschäftsflughafen Le Bourget – betreffen. Im Mittelpunkt steht die Verwaltung der Luftsicherheitsausweise, deren Vergabe und Verlängerung durch die Präfektur geregelt wird. Die Gewerkschaften berichten, dass seit Amtsantritt eines neuen Flughafen-Sicherheitspräfekten im Jahr 2024 die Kriterien für Hintergrundprüfungen verschärft wurden, was zu Ablehnungen oder Entzügen von Ausweisen wegen geringfügiger oder längst vergangener Vergehen führt. Ohne Ausweis verlieren Mitarbeiter von Gepäckabfertigung bis Einzelhandel den Zugang zu gesicherten Bereichen und damit effektiv ihre Arbeitsstelle. Die Gewerkschaftsführer fordern die Einrichtung eines gemeinsamen Berufungsausschusses sowie die Möglichkeit vorläufiger Ausweise während der Überprüfung von Streitfällen. Die Auswirkungen des Streiks hängen von der Beteiligung in Schlüsselbereichen wie Rampenpersonal, Sicherheitskontrollen und Reinigungsteams ab. Nach französischem Recht müssen wichtige Luftverkehrsmitarbeiter ihre Streikabsicht 48 Stunden im Voraus ankündigen, doch für das Bodenpersonal gibt es keine Mindestdienstregelung. Bei ähnlichen eintägigen Streiks im April kam es zu 20 % Flugausfällen am Flughafen Orly und durchschnittlichen Verspätungen von 45 Minuten am Charles de Gaulle. Geschäftsreisende mit Flügen um den 18. Juni sollten daher: 1) längere Umsteigezeiten in Paris einplanen; 2) als Absicherung Tickets für den Hochgeschwindigkeitszug bereithalten; und 3) Reisende über die französischen Passagierrechte informieren, die Fluggesellschaften zur Umbuchung oder Erstattung sowie zur Fürsorgepflicht verpflichten. Langfristig verdeutlicht der Konflikt die zunehmenden Spannungen, da Flughafenbetreiber und Präfekturen die Sicherheitsüberprüfungen im Rahmen der EU-Verordnung 2015/1998 zur Luftsicherheit verschärfen. Unternehmen mit großen Luftsicherheits-Teams sollten ihre Personalakten proaktiv prüfen, um mögliche Risiken bei der Ausweisverlängerung frühzeitig zu erkennen.
Quelle: Sortiraparis

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