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Schengen-Verschärfung: Schweiz kündigt G7-Kontrollen an, Niederlande und Italien verlängern Grenzkontrollen – Belgische Unternehmen müssen mit Verzögerungen rechnen

Mai 28, 2026
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Schengen-Verschärfung: Schweiz kündigt G7-Kontrollen an, Niederlande und Italien verlängern Grenzkontrollen – Belgische Unternehmen müssen mit Verzögerungen rechnen
Die Schweiz bestätigte am 27. Mai 2026, dass sie vom 10. bis 19. Juni während des G7-Gipfels in Évian wieder Grenzkontrollen einführen wird. Obwohl die Schweiz nicht zur EU gehört, ist sie Teil des Schengen-Raums; diese Maßnahme wirkt sich daher auf die kontinentalen Lieferketten aus. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass die Niederlande ihre Kontrollen an den Grenzen zu Belgien und Deutschland verlängert haben und Italien die Kontrollen an der Grenze zu Slowenien bis Dezember 2026 ausweitet. Für belgische Exporteure, die Fracht über die Schweiz nach Norditalien transportieren, können die stichprobenartigen Kontrollen zu erheblichen Verzögerungen führen. Spediteure, die Maschinen aus Lüttich und Pharmazeutika aus dem Bio-Tal in Wallonien verschicken, buchen bereits einzelne Sendungen über Österreich um, um mögliche Engpässe an den Grenzübergängen Basel-Weil und Chiasso zu umgehen. Auch der Personenverkehr ist betroffen: Der belgische Bahnoperator SNCB-International weist darauf hin, dass Thalys- und TGV-Lyria-Fahrgäste ihre Reisepässe mitführen müssen, da die Schweizer Polizei Züge am Bahnhof Basel SBB kontrollieren kann. Die Sicherheitsbehörden begründen die temporären Kontrollen mit einem erhöhten Terrorrisiko und der Notwendigkeit, die Staatsoberhäupter zu schützen. Seit der Migrationskrise 2015 nutzen Schengen-Staaten zunehmend die Artikel 25-28 des Grenzkodex, um Kontrollen wieder einzuführen; Kritiker sehen darin eine schleichende Dauerlösung, die die Freizügigkeit untergräbt. Mobilitätsmanager sollten 1) Reisende, die in den G7-Bereich unterwegs sind, auf längere Wartezeiten hinweisen; 2) sicherstellen, dass Drittstaatsangehörige, die durch die Schweiz reisen, gültige Schengen-Visa oder Mehrfacheinreisegenehmigungen besitzen; und 3) Lieferpläne für Just-in-Time-Verträge neu bewerten. Belgische Personalabteilungen mit Grenzgängern in die Niederlande sollten zudem die niederländischen MTV-Kontrollmuster weiter beobachten, da stichprobenartige Kontrollen mindestens bis zum 30. September 2026 bestehen bleiben. Die Vielzahl der Verlängerungen deutet darauf hin, dass 2026 ein weiteres Jahr mit schwankenden Binnengrenzen wird. Unternehmen mit europaweiten Mobilitätsprogrammen sollten alternative Routen planen und Rücklagen für Überstunden und Unterbringung von Fahrern einplanen.
Quelle: VisasUpdate

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