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Landesweiter 24-Stunden-Streik legt den italienischen Verkehr am 29. Mai lahm

Mai 30, 2026
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Landesweiter 24-Stunden-Streik legt den italienischen Verkehr am 29. Mai lahm
Von 21:00 Uhr am 28. Mai bis 21:00 Uhr am 29. Mai führten Italiens Basisgewerkschaften (CUB, SGB, ADL Varese, SI Cobas, USI CIT) einen landesweiten Generalstreik durch, der sich auf Bahn-, U-Bahn-, Luftfahrt-, Schiffs- und lokale Busnetze auswirkte. Trenitalia strich hunderte Regionalverbindungen außerhalb der gesetzlich garantierten Zeitfenster, während die U-Bahnen in Rom (ATAC) und Mailand (ATM) mit bis zu 30-minütigen Taktlücken fuhren. Auch die Flughäfen blieben nicht verschont: Streiks im Bodenservice an den Flughäfen Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa zwangen Fluggesellschaften zu Flugkonsolidierungen und führten bei ankommenden Nicht-EU-Passagieren zu zwei Stunden langen EES-Warteschlangen. Spediteure verlegten zeitkritische Exporte auf Wochenendtransporte und berechneten dadurch Zuschläge, die auf den Juni-Rechnungen erscheinen werden. Die Gewerkschaften begründeten ihren Streik mit der Lebenshaltungskostenkrise und Solidarität mit palästinensischen Gruppen, was dem Ausstand eine internationale politische Dimension verleiht und die Bemühungen der Regierung erschwert, Italiens strenge Mindestdienstgesetze anzuwenden. Der Arbeitgeberverband Confindustria forderte eine schnellere Schlichtung zum Schutz „der Glaubwürdigkeit des Landes als Logistikdrehscheibe“ und wies darauf hin, dass der Streik mit dem für den Folgetag geplanten Brenner-Autobahnprotest zusammenfiel. Mobilitätsmanager in Unternehmen sollten mit weiteren kurzfristigen Streiks rechnen: Nach italienischem Recht sind für landesweite Aktionen nur 10 Tage Vorankündigung erforderlich, und die Gewerkschaften drohten mit weiteren Ausständen, falls die Lohnverhandlungen stocken. Unternehmen sollten ihre reisenden Mitarbeiter über die garantierten Servicezeiten (06:00–09:00 und 18:00–21:00 Uhr im Bahnverkehr) informieren und an Streiktagen flexible Homeoffice-Regelungen in Betracht ziehen.
Quelle: La Stampa

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