
Britische Urlauber bekamen am langen Mai-Wochenende in Dover eine unangenehme Vorschau auf das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union, als sich die Warteschlangen auf bis zu sechs Stunden ausdehnten. Die französische Polizei an der Grenze schaltete schließlich die Fingerabdruck- und Gesichtsscanner ab und stempelte die Pässe manuell, um den Rückstau abzubauen – eine Notfallmaßnahme, die laut EU-Regeln erlaubt ist. Eine schriftliche parlamentarische Antwort vom 28. Mai bestätigt, dass Großbritannien im Vorfeld Mindestpersonalstärken auf französischer Seite und einen Schnellreaktionsplan ausgehandelt hatte – doch selbst diese Maßnahmen reichten nicht aus, um den Verkehr bei Spitzenzeiten flüssig zu halten.
Der Vorfall ist bedeutsam, weil Dover die erste britische Grenzstation mit paralleler Kontrolle war, die das volle Ausmaß des EES zu spüren bekam, das seit dem 10. April im Schengen-Raum aktiv ist. Eurotunnel in Folkestone und Eurostar am Londoner St Pancras werden in den kommenden Wochen dieselbe biometrische Erfassung einführen. Beide bedienen einen hohen Anteil an Geschäftsreisenden und arbeiten mit engen Umsteigezeiten, sodass schon geringe Verzögerungen schnell zu verpassten Terminen, gestörten Lieferketten und Problemen für die Reisemanagement-Teams in Unternehmen führen.
Die Betreiber dürfen die biometrische Erfassung rechtlich für sechs Stunden am Stück aussetzen – und im Sommer sogar bis zu 90 Tage mit einer Verlängerung um 60 Tage –, doch Reiseverbände warnen, dass solche vorübergehenden Ausnahmen den Zweck des Systems untergraben, das Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Grenzabfertigung beschleunigen soll. Die Europäische Kommission betont, dass die Flexibilität genau eingeführt wurde, um „Sommerreisechaos“ zu vermeiden, doch die Anbieter klagen, dass wiederholte Aussetzungen sie zwingen, kurzfristig Personal und Passagierinformationen neu zu organisieren.
Für in Großbritannien ansässige multinationale Unternehmen lautet die Empfehlung daher zweigleisig: Erstens sollten sie für Juli und August längere Umsteigezeiten bei Reisen über Dover, LeShuttle oder Eurostar einplanen, bis sich die Systeme eingespielt haben. Zweitens sollten sie ihre Mitarbeiter frühzeitig über die nächste Änderung informieren – die ETIAS-Reisegenehmigung, die ab Ende 2026 zusätzlich zum EES erforderlich sein wird und von britischen Passinhabern mindestens 96 Stunden vor Abreise beantragt werden muss. Personal- und Mobilitätsteams, die diese Vorlaufzeiten nicht berücksichtigen, riskieren, dass Reisen verweigert werden – eine besondere Gefahr bei kurzfristigen Kundenterminen oder dringenden technischen Einsätzen.
Der Vorfall ist bedeutsam, weil Dover die erste britische Grenzstation mit paralleler Kontrolle war, die das volle Ausmaß des EES zu spüren bekam, das seit dem 10. April im Schengen-Raum aktiv ist. Eurotunnel in Folkestone und Eurostar am Londoner St Pancras werden in den kommenden Wochen dieselbe biometrische Erfassung einführen. Beide bedienen einen hohen Anteil an Geschäftsreisenden und arbeiten mit engen Umsteigezeiten, sodass schon geringe Verzögerungen schnell zu verpassten Terminen, gestörten Lieferketten und Problemen für die Reisemanagement-Teams in Unternehmen führen.
Die Betreiber dürfen die biometrische Erfassung rechtlich für sechs Stunden am Stück aussetzen – und im Sommer sogar bis zu 90 Tage mit einer Verlängerung um 60 Tage –, doch Reiseverbände warnen, dass solche vorübergehenden Ausnahmen den Zweck des Systems untergraben, das Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Grenzabfertigung beschleunigen soll. Die Europäische Kommission betont, dass die Flexibilität genau eingeführt wurde, um „Sommerreisechaos“ zu vermeiden, doch die Anbieter klagen, dass wiederholte Aussetzungen sie zwingen, kurzfristig Personal und Passagierinformationen neu zu organisieren.
Für in Großbritannien ansässige multinationale Unternehmen lautet die Empfehlung daher zweigleisig: Erstens sollten sie für Juli und August längere Umsteigezeiten bei Reisen über Dover, LeShuttle oder Eurostar einplanen, bis sich die Systeme eingespielt haben. Zweitens sollten sie ihre Mitarbeiter frühzeitig über die nächste Änderung informieren – die ETIAS-Reisegenehmigung, die ab Ende 2026 zusätzlich zum EES erforderlich sein wird und von britischen Passinhabern mindestens 96 Stunden vor Abreise beantragt werden muss. Personal- und Mobilitätsteams, die diese Vorlaufzeiten nicht berücksichtigen, riskieren, dass Reisen verweigert werden – eine besondere Gefahr bei kurzfristigen Kundenterminen oder dringenden technischen Einsätzen.
Quelle: HotMinute
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