
Nur wenige Stunden nach Beginn des neuen Monats hat das Koordinationsgremium der tschechischen Regierung für Grenzschutzmanagement ein Reformpaket verabschiedet, das die wichtigsten Programme für wirtschaftliche Migration grundlegend neu gestaltet. Die vom Ministerium für Industrie und Handel (MPO) am 1. Juni 2026 veröffentlichen Maßnahmen betreffen drei stark nachgefragte Bereiche: das Programm für hochqualifizierte Fachkräfte, das Programm für Schlüssel- und wissenschaftliches Personal sowie das Pilotprojekt zur Arbeitsmigration aus Indonesien.
Für Arbeitgeber, die Ingenieure, IT-Spezialisten oder Forschungspersonal einstellen, ist die wichtigste Neuerung eine deutliche Bürokratie-Entlastung. Bewerber der beiden Hochqualifizierten-Programme müssen künftig keine polizeilichen Führungszeugnisse mehr aus allen Ländern vorlegen, in denen sie in den letzten drei Jahren jeweils mindestens sechs Monate gelebt haben. Stattdessen reicht eine einfache eidesstattliche Erklärung über die einwandfreie Führung, was die Dokumentenbeschaffung um Wochen verkürzt und teure Beglaubigungen überflüssig macht. Tschechische Botschaften behalten sich vor, in Ausnahmefällen Originaldokumente anzufordern, doch die Behörden gehen davon aus, dass die vereinfachte Regelung für die meisten Bewerber gilt.
Das Programm für Schlüssel- und wissenschaftliches Personal öffnet sich zudem für „akademische Spin-offs“ – kommerzielle Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz tschechischer Universitäten oder öffentlicher Forschungseinrichtungen sind und Laborergebnisse vermarkten. CzechInvest prüft die Eigentümerstruktur, danach können berechtigte Spin-offs ausländische Gründer, Wissenschaftler und Technologietransfer-Manager bevorzugt einreisen lassen. Mit diesem Schritt soll die anhaltende Fachkräfte-Lücke in der boomenden Deep-Tech-Szene rund um Brünn und Prag geschlossen werden.
Parallel dazu werden die Regeln für die unter dem Indonesien-Projekt rekrutierten Facharbeiter an die EU-Richtlinie 2024/1233 zum Einheitlichen Aufenthaltstitel angepasst. Teilnehmer dürfen nun bereits nach sechs Monaten den Arbeitgeber wechseln, statt wie bisher bis zum Ablauf der gesamten Gültigkeitsdauer der Arbeitnehmerkarte warten zu müssen. Die Behörden argumentieren, dass diese Änderung Missbrauch durch unseriöse Vermittlungsagenturen eindämmen und das Projekt besser mit anderen tschechischen Arbeitsmigrationswegen in Einklang bringen wird.
Für Unternehmen bedeutet das konkret: Checklisten müssen aktualisiert, Personalvermittler im Umgang mit der neuen eidesstattlichen Erklärung geschult und geprüft werden, ob ihre Spin-off-Tochtergesellschaften für die wissenschaftliche Talentschnellspur infrage kommen. Mobility-Manager sollten zudem die Einsatzverträge für indonesische Mitarbeiter anpassen, um den früheren Arbeitgeberwechsel zu ermöglichen.
In der Summe machen diese Reformen Tschechien zu einem der flexibelsten Standorte für ausländische Fachkräfte in Mitteleuropa – und das zu einer Zeit, in der dem heimischen Arbeitsmarkt demografische Herausforderungen zusetzen.
Für Arbeitgeber, die Ingenieure, IT-Spezialisten oder Forschungspersonal einstellen, ist die wichtigste Neuerung eine deutliche Bürokratie-Entlastung. Bewerber der beiden Hochqualifizierten-Programme müssen künftig keine polizeilichen Führungszeugnisse mehr aus allen Ländern vorlegen, in denen sie in den letzten drei Jahren jeweils mindestens sechs Monate gelebt haben. Stattdessen reicht eine einfache eidesstattliche Erklärung über die einwandfreie Führung, was die Dokumentenbeschaffung um Wochen verkürzt und teure Beglaubigungen überflüssig macht. Tschechische Botschaften behalten sich vor, in Ausnahmefällen Originaldokumente anzufordern, doch die Behörden gehen davon aus, dass die vereinfachte Regelung für die meisten Bewerber gilt.
Das Programm für Schlüssel- und wissenschaftliches Personal öffnet sich zudem für „akademische Spin-offs“ – kommerzielle Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz tschechischer Universitäten oder öffentlicher Forschungseinrichtungen sind und Laborergebnisse vermarkten. CzechInvest prüft die Eigentümerstruktur, danach können berechtigte Spin-offs ausländische Gründer, Wissenschaftler und Technologietransfer-Manager bevorzugt einreisen lassen. Mit diesem Schritt soll die anhaltende Fachkräfte-Lücke in der boomenden Deep-Tech-Szene rund um Brünn und Prag geschlossen werden.
Parallel dazu werden die Regeln für die unter dem Indonesien-Projekt rekrutierten Facharbeiter an die EU-Richtlinie 2024/1233 zum Einheitlichen Aufenthaltstitel angepasst. Teilnehmer dürfen nun bereits nach sechs Monaten den Arbeitgeber wechseln, statt wie bisher bis zum Ablauf der gesamten Gültigkeitsdauer der Arbeitnehmerkarte warten zu müssen. Die Behörden argumentieren, dass diese Änderung Missbrauch durch unseriöse Vermittlungsagenturen eindämmen und das Projekt besser mit anderen tschechischen Arbeitsmigrationswegen in Einklang bringen wird.
Für Unternehmen bedeutet das konkret: Checklisten müssen aktualisiert, Personalvermittler im Umgang mit der neuen eidesstattlichen Erklärung geschult und geprüft werden, ob ihre Spin-off-Tochtergesellschaften für die wissenschaftliche Talentschnellspur infrage kommen. Mobility-Manager sollten zudem die Einsatzverträge für indonesische Mitarbeiter anpassen, um den früheren Arbeitgeberwechsel zu ermöglichen.
In der Summe machen diese Reformen Tschechien zu einem der flexibelsten Standorte für ausländische Fachkräfte in Mitteleuropa – und das zu einer Zeit, in der dem heimischen Arbeitsmarkt demografische Herausforderungen zusetzen.