
Die Migrations-Website Getting Down Under berichtet, dass die Nettozuwanderung im vergangenen Jahr 485.000 erreichte – das Dreifache der in diesem Zeitraum fertiggestellten neuen Wohnungen. Da Baubeginne durch Materialpreissteigerungen und Arbeitskräftemangel gebremst werden, prognostizieren Analysten für 2025-26 nur 190.000 fertiggestellte Wohneinheiten bei einer Nachfrage von fast 300.000. Dieses Ungleichgewicht trifft vor allem Neuankömmlinge hart. Inhaber von Temporary Skill Shortage (Subclass 482) und internationalen Studentenvisa konkurrieren um knappe Mietwohnungen, akzeptieren oft längere Pendelwege oder Wohngemeinschaften weit außerhalb der zentralen Geschäftsviertel. Steigende Mieten und Kautionsforderungen sprengen zudem häufig die Umzugskosten für Arbeitgeber, die ausländische Fachkräfte sponsern. Einige Bundesstaaten fordern Canberra auf, die Zuwanderung an das Wohnungsangebot anzupassen, während Branchenverbände schnellere Genehmigungsverfahren und Anreize für Mietwohnungsprojekte verlangen. In der Zwischenzeit sollten Mobility-Experten längere Aufenthalte in temporären Unterkünften, höhere Mietzuschüsse und regionale Wohnmöglichkeiten in die Kostenkalkulationen einbeziehen. Gemeinschaftliche Integrationsdienste empfehlen eine frühzeitige Orientierungshilfe, damit Neuankömmlinge die lokalen Mietbewerbungsprozesse und Mieterrechte verstehen. Der Bericht betont, dass eine nachhaltige Zuwanderung für den australischen Arbeitsmarkt weiterhin unverzichtbar ist, jedoch mit beschleunigtem Wohnungsbau und Infrastrukturinvestitionen einhergehen muss, um soziale Spannungen und Integrationsprobleme zu vermeiden.
Quelle: Getting Down Under