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Die Schweiz digitalisiert Einbürgerungsakten und verspricht schnellere Entscheidungen bei Staatsbürgerschaften

Juni 13, 2026
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Die Schweiz digitalisiert Einbürgerungsakten und verspricht schnellere Entscheidungen bei Staatsbürgerschaften
Der Bundesrat hat Änderungen der Verordnung über das Bürgerrecht und der SIMIC-Migrationsdatenbank genehmigt, die den vollständigen Online-Austausch aller ordentlichen Einbürgerungsgesuche ermöglichen. Ab dem 1. August 2026 werden fünf Pilotkantone – Aargau, Basel-Landschaft, Genf, St. Gallen und Zürich – abgeschlossene Dossiers über eine neue SIMIC-Schnittstelle an das Staatssekretariat für Migration (SEM) übermitteln. Die Entscheidungen des SEM werden elektronisch zurückgesendet, wodurch Postverzögerungen entfallen. Bisher kann ein Papierdossier bis zu 18 Monate zwischen kommunalen, kantonalen und Bundesbehörden hin- und hergeschickt werden. Die Digitalisierung könnte diesen Prozess laut SEM-Prognosen um mehrere Monate verkürzen und so den Antragstellern – von denen viele langjährige ausländische Arbeitnehmer sind – schneller zum Schweizer Pass verhelfen.

Die Schweiz digitalisiert Einbürgerungsakten und verspricht schnellere Entscheidungen bei Staatsbürgerschaften


Das Projekt erweitert zudem die Datenerfassung, um Bearbeitungszeiten und demografische Trends besser statistisch erfassen zu können, was laut Politikern in künftige Quoten-Debatten einfließen soll. Nach einer zwölfmonatigen Pilotphase wird das System in der zweiten Hälfte 2027 landesweit eingeführt. Die Kantone müssen ihre IT-Plattformen anpassen und Mitarbeitende schulen, erhalten jedoch technische Unterstützung und einen Übergangsfonds von 4 Millionen CHF vom Bund.

Migrationsanwälte weisen darauf hin, dass sich an den inhaltlichen Anspruchsvoraussetzungen nichts ändert, schnellere Verfahren jedoch die Strategien zur Bindung von Expatriates beeinflussen werden: Unternehmen zögern oft, Familien umzusiedeln, wenn die Einbürgerungsfristen unklar sind. Die Reform ist Teil des umfassenderen „SIMIC-Erneuerungs“-Programms der Schweiz, das bis 2028 alle Migrationsverfahren – von Asyl bis Arbeitsbewilligungen – vernetzen will. Für HR-Teams, die langfristige Entsandte mit C-Bewilligung betreuen, verspricht die Umstellung mehr Planbarkeit und digitale Statusupdates, wodurch der Aufwand für Papierkram und persönliche Termine deutlich sinkt.
Quelle: laRegione

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