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Gericht kippt zusätzliche Gebühr von 100.000 Dollar für neue H-1B-Anträge

Juni 13, 2026
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Gericht kippt zusätzliche Gebühr von 100.000 Dollar für neue H-1B-Anträge
Ein großer Erfolg für US-Arbeitgeber: Das US-Bezirksgericht in Massachusetts hat die von Präsident Trump durch Proklamation 10973 eingeführte „zusätzliche Zahlung“ von 100.000 US-Dollar für neue H-1B-Anträge aufgehoben. Richter Leo T. Sorokin entschied am 8. Juni, dass diese Abgabe als Steuer zu werten ist, die nur vom Kongress eingeführt werden darf. Zudem hätten CBP, das Außenministerium und USCIS gegen das Administrative Procedure Act verstoßen, indem sie die Gebühr ohne ein ordnungsgemäßes Anhörungsverfahren durchgesetzt hätten. Die Entscheidung gilt landesweit und wurde am 12. Juni in zahlreichen juristischen Rundschreiben verbreitet. Das Justizministerium plant eine Berufung und könnte eine Aussetzung der Entscheidung beantragen, doch vorerst sollte USCIS die Zahlung nicht einziehen. Seit September 2023 hatte die Gebühr die Kosten für die Beschäftigung von Fachkräften in Spezialberufen drastisch erhöht und damit Technologieunternehmen, Gesundheitssysteme und Universitäten gleichermaßen belastet. Experten schätzen, dass Unternehmen in den acht Monaten der Gültigkeit der Regelung insgesamt über 4 Milliarden US-Dollar gezahlt oder zurückgestellt haben. Für Teams im Bereich globale Mobilität und Talentakquise bringt das Urteil sofortige finanzielle Entlastung und könnte auf Eis gelegte Einstellungspläne wiederbeleben. Arbeitgeber mit bereits eingereichten, aber noch nicht genehmigten Anträgen sollten die Rückerstattungen von USCIS im Auge behalten, während diejenigen, die Anträge verzögert haben, nun ohne die sechsstellige Zusatzgebühr vorgehen können – sollten jedoch Rücklagen bilden, falls ein Berufungsgericht die Gebühr wieder einführt. Strategisch zeigt das Urteil, dass ein aggressiver Einsatz präsidentieller Befugnisse nach INA § 212(f) angreifbar ist, wenn er in die Einnahmenerzielung übergeht. Es könnte auch Einfluss auf bevorstehende Regelungen zu H-1B-Gebühren und Mindestlohnbestimmungen nehmen und unterstreicht die Bedeutung von Beteiligung der Interessengruppen sowie der Vorbereitung auf Rechtsstreitigkeiten. Schließlich schafft die unterschiedliche Rechtsprechung der Bezirksgerichte – ein weiteres Urteil aus D.C. hatte die Gebühr bestätigt – die Grundlage für eine Entscheidung in der Berufungsinstanz und sorgt für Unsicherheit. Unternehmen sollten daher eng mit ihren Rechtsberatern zusammenarbeiten, die Berufungsverfahren verfolgen und alle unter der nun aufgehobenen Regelung geleisteten Zahlungen dokumentieren.
Quelle: The Visa Wire

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