
Bundesanwälte gaben am 26. Juni bekannt, dass Mitul Patel, ein 40-jähriger indischer Staatsbürger aus Worcester, Massachusetts, sich schuldig bekannte, an einer Verschwörung zur Begehung von Visabetrug beteiligt gewesen zu sein. Patel und mindestens zehn Mitangeklagte inszenierten fingierte bewaffnete Überfälle auf Convenience Stores und Restaurants, damit angebliche Opfer – oft die Ladenangestellten selbst – U-Visa beantragen konnten. Diese Visa sind für echte Kriminalitätsopfer reserviert, die bei polizeilichen Ermittlungen helfen. Gerichtsunterlagen zeigen, wie die Drahtzieher Überwachungskameraaufnahmen, Attrappen von Waffen und vorgefertigte Polizeiberichte inszenierten, um die Vorfälle glaubhaft erscheinen zu lassen. Die Beteiligten reichten anschließend Formulare I-918 ein, in denen sie Traumata und Zusammenarbeit mit Ermittlern angaben, in der Hoffnung, eine vierjährige Arbeitserlaubnis und einen Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Die Verschwörung begann 2022 und erstreckte sich über mehrere Bundesstaaten Neuenglands, bis FBI und Arbeitsministerium ungewöhnlich gehäufte U-Visa-Anträge an denselben Adressen entdeckten. Patel drohen bei der Urteilsverkündung am 29. Juli bis zu fünf Jahre Haft, eine Geldstrafe von 250.000 Dollar und wahrscheinlich die Abschiebung. Der Fall verdeutlicht die zunehmende behördliche Kontrolle von humanitären Visa, nachdem ein DHS-Audit 2025 warnte, dass die steigende Nachfrage nach U-Visa – die nun auf 20.000 Vergaben pro Fiskaljahr begrenzt sind – die Prüfkapazitäten überfordert habe. Für Arbeitgeber ist der Fall eine Mahnung, eigenständige Überprüfungen der Arbeitserlaubnis durchzuführen und sich nicht allein auf laufende humanitäre Anträge der Mitarbeiter zu verlassen. Einwanderungsrechtler erwarten, dass USCIS die Nachweisanforderungen verschärft, was die Bearbeitungszeiten für U-Visa verlängern und vermehrte Anfragen nach zusätzlichen polizeilichen Bescheinigungen zur Folge haben könnte – Verzögerungen, die Branchen wie Gastronomie und Einzelhandel treffen könnten, die häufig neu eingewanderte Arbeitskräfte beschäftigen. Das Justizministerium kündigte an, von den Angeklagten, die bereits durch betrügerisch erlangte Arbeitserlaubnisse Bundesleistungen bezogen haben, Rückerstattungen zu fordern. Gemeinschaftsorganisationen forderten das DHS auf, keine Maßnahmen zu ergreifen, die legitime Kriminalitätsopfer bestrafen, sondern stattdessen Schlupflöcher zu schließen, die von der Betrugsgruppe ausgenutzt wurden.
Quelle: The American Bazaar
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