
In zwei vielbeachteten Entscheidungen, die am 25. Juni spät veröffentlicht wurden, hat die konservative Mehrheit des US Supreme Court Präsident Donald Trump zwei der bedeutendsten Einwanderungserfolge seiner zweiten Amtszeit beschert. Im ersten Urteil (Department of Homeland Security gegen Innovation Law Lab) kippte das Gericht die Entscheidung des Ninth Circuit und entschied, dass Bundesbeamte rechtmäßig „Metering“ anwenden dürfen – also Menschen, die an US-Grenzübergängen Asyl beantragen, zurückweisen können, wenn die Kapazität überschritten ist. Justice Samuel Alito schrieb für die 6-3-Mehrheit, dass eine Person erst dann „in den USA angekommen“ sei im Sinne des Asylrechts, wenn sie physisch eingelassen wurde, was dem Zoll- und Grenzschutz (CBP) weitreichende Befugnisse zur Kontrolle der täglichen Einreisezahlen gibt.
Im begleitenden Fall (Saget gegen Trump) entschied das Gericht ebenfalls mit 6-3, dass die Exekutive „ausreichenden Ermessensspielraum“ hat, den Temporary Protected Status (TPS) zu beenden, sobald sich die Lage im betreffenden Land verbessert hat. Das Urteil betrifft unmittelbar rund 350.000 Haitianer und mehr als 6.000 Syrer, deren TPS-Status noch in diesem Jahr auslaufen sollte. Arbeitgeber, die auf diese Arbeitskräfte angewiesen sind, stehen nun vor schwierigen Entscheidungen, ob sie alternative Aufenthaltsgenehmigungen sponsern oder mit Personalverlusten planen müssen.
Einwanderungsbefürworter warnen, dass das Metering gefährdete Familien in unsichere Grenzregionen Mexikos zurückdrängen wird, während die Aufhebung des TPS Massenentlassungen auslösen und die humanitäre Krise in Haiti und Syrien verschärfen könnte. Justice Sonia Sotomayor äußerte in ihrem scharfen Dissens die Befürchtung, dass es „mehr Todesfälle“ und eine Zunahme irregulärer Grenzübertritte geben werde, da verzweifelte Migranten alternative Routen suchen. Wirtschaftsverbände wie die US-Handelskammer prüfen „Optionen“, darunter gesetzgeberische Lösungen für langjährige TPS-Inhaber, die in den USA Karriere und Familien aufgebaut haben.
Für Mobility-Manager in Unternehmen steht nun Schadensbegrenzung an erster Stelle. Firmen mit TPS-berechtigten Mitarbeitern sollten ihre I-9-Dokumente überprüfen, Beschäftigte mit auslaufendem Status identifizieren und rechtlichen Rat zu Übergangsstrategien wie H-2B, F-1 CPT/OPT oder, falls möglich, arbeitgebersponserten Einwanderungsvisa einholen. An den Grenzen müssen globale Reisteams mit längeren Wartezeiten und möglichen täglichen Schwankungen bei der Abfertigung rechnen, da CBP die Metering-Warteschlangen wieder einführt.
Die Urteile unterstreichen zudem die Bedeutung, die Kalender des Supreme Court im Blick zu behalten: Vor dem Ende der Amtszeit werden weitere Einwanderungsfragen verhandelt, darunter Einschränkungen des Geburtsrechts auf Staatsbürgerschaft. Während die Entscheidungen die harte Basis der Regierung stärken, werfen sie auch neue Fragen für den Kongress auf, der im Wahljahr unter Druck steht, ein Einwanderungssystem zu modernisieren, das viele multinationale Arbeitgeber als unberechenbar und chronisch unterfinanziert kritisieren.
Im begleitenden Fall (Saget gegen Trump) entschied das Gericht ebenfalls mit 6-3, dass die Exekutive „ausreichenden Ermessensspielraum“ hat, den Temporary Protected Status (TPS) zu beenden, sobald sich die Lage im betreffenden Land verbessert hat. Das Urteil betrifft unmittelbar rund 350.000 Haitianer und mehr als 6.000 Syrer, deren TPS-Status noch in diesem Jahr auslaufen sollte. Arbeitgeber, die auf diese Arbeitskräfte angewiesen sind, stehen nun vor schwierigen Entscheidungen, ob sie alternative Aufenthaltsgenehmigungen sponsern oder mit Personalverlusten planen müssen.
Einwanderungsbefürworter warnen, dass das Metering gefährdete Familien in unsichere Grenzregionen Mexikos zurückdrängen wird, während die Aufhebung des TPS Massenentlassungen auslösen und die humanitäre Krise in Haiti und Syrien verschärfen könnte. Justice Sonia Sotomayor äußerte in ihrem scharfen Dissens die Befürchtung, dass es „mehr Todesfälle“ und eine Zunahme irregulärer Grenzübertritte geben werde, da verzweifelte Migranten alternative Routen suchen. Wirtschaftsverbände wie die US-Handelskammer prüfen „Optionen“, darunter gesetzgeberische Lösungen für langjährige TPS-Inhaber, die in den USA Karriere und Familien aufgebaut haben.
Für Mobility-Manager in Unternehmen steht nun Schadensbegrenzung an erster Stelle. Firmen mit TPS-berechtigten Mitarbeitern sollten ihre I-9-Dokumente überprüfen, Beschäftigte mit auslaufendem Status identifizieren und rechtlichen Rat zu Übergangsstrategien wie H-2B, F-1 CPT/OPT oder, falls möglich, arbeitgebersponserten Einwanderungsvisa einholen. An den Grenzen müssen globale Reisteams mit längeren Wartezeiten und möglichen täglichen Schwankungen bei der Abfertigung rechnen, da CBP die Metering-Warteschlangen wieder einführt.
Die Urteile unterstreichen zudem die Bedeutung, die Kalender des Supreme Court im Blick zu behalten: Vor dem Ende der Amtszeit werden weitere Einwanderungsfragen verhandelt, darunter Einschränkungen des Geburtsrechts auf Staatsbürgerschaft. Während die Entscheidungen die harte Basis der Regierung stärken, werfen sie auch neue Fragen für den Kongress auf, der im Wahljahr unter Druck steht, ein Einwanderungssystem zu modernisieren, das viele multinationale Arbeitgeber als unberechenbar und chronisch unterfinanziert kritisieren.
Quelle: Reuters via Investing.com