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Landesweiter Streik legt belgischen Luft-, Schienen- und Busverkehr lahm

Juli 1, 2026
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Landesweiter Streik legt belgischen Luft-, Schienen- und Busverkehr lahm
Belgien erlebte am 30. Juni 2026 einen weiteren Tag des Verkehrschaos, als die drei großen Gewerkschaftsbünde des Landes zu einem 24-stündigen Generalstreik gegen geplante Kürzungen bei Renten und Sozialleistungen aufriefen. Die Aktion betraf das Bodenpersonal am Flughafen Brüssel, den regionalen Bahnbetreiber SNCB/NMBS, die Busnetze TEC und De Lijn sowie mehrere kommunale Dienste. Nach ersten Schätzungen der Gewerkschaften beteiligten sich über 100.000 Beschäftigte; die Bundespolizei bestätigte Streikposten an allen wichtigen Bahnhöfen. Am Flughafen Brüssel lagen die Personalstärken bei den Abfertigern unter 60 %, was die Fluggesellschaften zwang, Check-in-Schalter zusammenzulegen und mindestens 75 Abflüge, vor allem Kurzstreckenflüge innerhalb Europas, zu streichen. Auch die Frachtzentren in Charleroi und Lüttich verzeichneten Verzögerungen, da Gepäck- und Frachtlader sich dem Ausstand anschlossen. Der internationale Bahnbetreiber Thalys setzte die Verbindungen zwischen Brüssel und Paris aus, während Eurostar mit einem „Streikfahrplan“ und reduzierter Sitzplatzkapazität fuhr. Die Gewerkschaftsführer von ABVV/FGTB, CSC/ACV und CGSLB/ACLVB werfen der Mitte-rechts-Koalition vor, den sozialen Schutz auszuhöhlen, insbesondere durch die Verkürzung von Arbeitslosengeld und das Einfrieren der Lohnindexierung. Die Regierung betont, dass Reformen notwendig seien, um die EU-Fiskalziele zu erreichen und die altersbedingten Ausgaben Belgiens im Griff zu behalten. Die Gespräche im Hohen Beschäftigungsrat waren letzte Woche gescheitert, was den Streik ausgelöst hat. Für Unternehmen unterstreicht der Ausstand die Bedeutung robuster Reisekonzepte: Fluggesellschaften verzichteten auf Umbuchungsgebühren, doch viele Reisende mussten Übernachtungskosten tragen und verpassten Anschlussverbindungen. Die Mobilitätsabteilungen sollten weitere Fristen der Gewerkschaften im Blick behalten – die Organisatoren deuteten „rollierende Aktionen“ im Juli an, falls der Dialog stockt – und gestaffelte Ankunftszeiten oder Homeoffice-Lösungen für Mitarbeiter in Belgien erwägen. Obwohl der Luftraum offen blieb (im Gegensatz zum Fluglotsenstreik Anfang Juni), zeigt die heutige Störung im Bodenbetrieb, dass Arbeitskämpfe die Mobilität auch ohne Flugverbote beeinträchtigen können. Firmenreisemanager werden empfohlen, die Reiserouten der Mitarbeiter auf dynamischen Risikoplattformen zu erfassen und über das Strike Desk des Flughafens Brüssel in Echtzeit Alternativen zu kommunizieren.
Quelle: AK&M Newswire

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