
Reisende erlebten am 30. Juni 2026 erneut einen Tag voller Verzögerungen, da Kanadas verkehrsreichste Flughäfen mit Personalmangel und dem Sommerreiseverkehr zu kämpfen hatten. Laut Luftfahrtdaten von Travel and Tour World verzeichnete allein der Toronto Pearson Flughafen bis zum frühen Nachmittag 130 Verspätungen und 11 Flugausfälle. Eine weitere Datenerhebung zeigte 52 Streichungen und 223 Verspätungen in Calgary, Montreal, Ottawa, Winnipeg, Edmonton und Quebec City. Der Personalmangel in der Flugsicherung bleibt der Hauptengpass. NAV Canada bestätigte, dass sieben Schlüsselstellen in der Fluginformationsregion Toronto in der Frühschicht unbesetzt waren, was zu Durchflussbeschränkungen führte, die sich auf das gesamte Netzwerk auswirkten. Auch Bodenabfertigungsunternehmen melden eine Fehlquote von über 12 %, wodurch Flugzeuge auf Gates und Gepäck warten müssen. Geschäftsreisende spüren die Auswirkungen besonders: Eine verpasste Anschlussverbindung in Toronto kann nun Übernachtungen erzwingen, da für das lange Wochenende vor dem Canada Day keine freien Plätze mehr verfügbar sind. Fluggesellschaften raten Firmenreiseleitern, vierstündige Anschlusszeiten einzuplanen und flexible Tarife zu buchen, die kurzfristige Umleitungen über US-Drehkreuze ermöglichen. Die Störungen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt für Kanadas Ruf als nahtloser nordamerikanischer Umsteigepunkt vor der FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Führungskräfte der Greater Toronto Airports Authority berichten von einem gestarteten „Schnell-Einstellungs“-Programm, doch Gewerkschaften betonen, dass die Einarbeitung neuer Mitarbeiter Monate dauern wird. Sollten die Probleme im Juli anhalten, könnten Unternehmen den Executive-Verkehr lieber über Chicago oder Boston statt Toronto leiten. Reisende werden daran erinnert, dass gemäß den Air Passenger Protection Regulations bei Verspätungen von mehr als drei Stunden aus Gründen, die in der Verantwortung der Fluggesellschaft liegen, eine Entschädigung von bis zu 1.000 US-Dollar möglich ist – wobei Personalmangel bei Drittanbietern rechtlich jedoch eine Grauzone darstellt. Firmenreiseteams sollten daher jede Verspätung sorgfältig dokumentieren, um Erstattungsansprüche zu sichern.
Quelle: Travel and Tour World
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