
Monsun-Gewitter führten zu einem zweitägigen Systemausfall im US-Konsulat in Kolkata, wodurch am 28. und 29. Juni Hunderte von Visumantragstellern gestrandet waren. Laut einem Bericht der Economic Times vom 29. Juni baten die Konsulatsmitarbeiter die Antragsteller – viele von ihnen aus anderen indischen Bundesstaaten angereist – wiederholt, am nächsten Tag zurückzukehren, um dann erneut Interviews abzusagen, da die Computersysteme nicht neu gestartet werden konnten. Die Störung betrifft alle Kategorien von Nichteinwanderungsvisa, darunter F-1-Studenten, die ihre Visa vor der Herbstorientierung sichern müssen, sowie B-1-Geschäftsreisende, die zu den US-Weltmeisterschaftsspielen reisen. Das Konsulat versprach, ab dem 29. Juni neue Termine per E-Mail zu verschicken, doch bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten viele Antragsteller keine Nachricht erhalten, was zu Beschwerden in den sozialen Medien und Forderungen nach Rückerstattungen führte. Für US-Arbeitgeber, die indische Fachkräfte oder Besucher an Kundenstandorten erwarten, ist der Ausfall eine erneute Erinnerung daran, dass lokale Ereignisse – Wetter, Streiks, Stromausfälle – globale Mobilitätspläne beeinträchtigen können. Personalabteilungen sollten Notfallpläne vorbereiten: alternative Interviewtermine in Chennai oder Hyderabad buchen, wo möglich auf visumfreie Nationalitäten ausweichen oder Starttermine verschieben. Der Vorfall zeigt auch die Verwundbarkeit der veralteten IT-Systeme im Konsulat, gerade jetzt, wo kostenpflichtige Beschleunigungsprogramme ausgeweitet werden. Beteiligte könnten das Außenministerium dazu drängen, die Systeme vor dem Ansturm der Studentenvisa im Sommer und dem Pilotprojekt für Premium-Interviews ab dem 1. Juli zu stärken.
Quelle: The Economic Times
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