
Dampflokomotiven aus vergangener Zeit ziehen Besucherströme zum hochalpinen Furka-Pass an, während die Furka Dampfbahn ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Fest vom 3. bis 5. Juli feiert. Die von Freiwilligen betriebene Strecke verbindet Realp im Kanton Uri mit Oberwald im Wallis und erklimmt auf Zahnradantrieb und handrestaurierten Brücken eine Höhe von 2.160 Metern. Obwohl heute eine Touristenattraktion, war die Route einst Teil des Glacier Express und bleibt ein Muss für Eisenbahnliebhaber. Schweizer Hotels verzeichneten laut vorläufigen Daten von HotellerieSuisse für das Jubiläumswochenende einen Buchungsanstieg von 15 Prozent entlang der Strecke. Für den Schweizer Incoming-Tourismus kommt das Jubiläum genau richtig: Die Märkte in den USA und Asien haben das Vorkrisenniveau erreicht, während europäische Besucher ihre Aufenthalte rund um kulturelle Events verlängern. Reiseveranstalter kombinieren die Dampfbahnfahrt mit Gourmet-Erlebnissen und VIP-Kabinenfahrten – besonders beliebt bei Incentive-Gruppen, die nach „nur-in-der-Schweiz“-Momenten suchen. Mobilitätsplaner beobachten einen positiven Effekt auf den regionalen Verkehr: Die SBB hat zusätzliche Halte in Realp bei wichtigen InterRegio-Verbindungen eingeführt, und PostAuto Schweiz fährt mit zusätzlichen Abfahrten, um die Besucherströme zu verteilen. Der Kanton Uri hat die Parkbeschränkungen für Reisebusse vorübergehend gelockert, warnt jedoch, dass die Bergstraße über den Furka-Pass für große Fahrzeuge weiterhin gesperrt bleibt. Da die Vorverkaufstickets für die meisten Dampffahrten im Juli bereits ausverkauft sind, prüft die DFB (Dampfbahn Furka-Bergstrecke), ob die Saison verlängert oder zusätzliche Charterfahrten unter der Woche angeboten werden – ein Beispiel dafür, wie historische Eisenbahnen das moderne Mobilitätssystem der Schweiz ergänzen können.
Quelle: ABC News / Associated Press