
Urlauber, die an diesem Wochenende von Dublin, Cork und Shannon zu Sonnenzielen fliegen, könnten eine der ersten ernsthaften Belastungsproben des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) erleben, so eine Erklärung von Ryanair vom 4. Juli. Europas größte Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dublin berichtete, dass die Tests am Flughafen Palma de Mallorca am Freitag für Nicht-Schengen-Passagiere Wartezeiten von über 90 Minuten bei der Passkontrolle verursachten, wenn mehrere Langstreckenflüge gleichzeitig ankamen.
Im Rahmen des EES müssen alle Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise über eine externe Schengen-Grenze nach Systemstart Fingerabdrücke und ein Gesichtsscan abgeben. Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, gelten irische Staatsbürger, die diesen Sommer nach Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland einreisen, als Nicht-EU-Reisende, da Irland während der Einführungsphase auf eine Teilnahme am EES verzichtet hat.
Ryanair befürchtet, dass die hohen Passagierzahlen in der Hochsaison zusammen mit den zusätzlichen 45 bis 90 Sekunden pro Person an den Kiosken zu langen Warteschlangen und Flugverspätungen führen werden. Die Fluggesellschaft hat die Verkehrsministerien in Spanien, Italien und Griechenland angeschrieben und sie aufgefordert, die unter EU-Recht mögliche dreimonatige Kulanzfrist in Anspruch zu nehmen. Zudem rät Ryanair irischen Reisenden, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und bei Anschlussflügen mindestens zwei Stunden für Grenzformalitäten einzuplanen.
Aus Sicht des Mobilitätsmanagements ist diese Warnung ein frühes Signal, dass Geschäftsreisen mit Schengen-Drehkreuzen längere Zwischenstopps oder bevorzugte Fast-Track-Regelungen benötigen könnten. Reiseleiter, die Teams zu Bau- und Energieprojekten im Mittelmeerraum entsenden, haben bereits 30-minütige Puffer in ihre Zeitpläne eingebaut; ohne diese könnten Anschlussflüge in Frankfurt oder Schiphol verpasst und EU-Arbeitszeitvorgaben überschritten werden.
Sollte es im Sommer zu Chaos kommen, könnten Forderungen lauter werden, dass Irland seine Haltung zur Teilnahme am EES überdenkt. Das Justizministerium erklärte letzten Monat vor einem Oireachtas-Ausschuss, die Umsetzung werde „genau beobachtet“, man werde jedoch die Priorität des Common Travel Area mit Großbritannien beibehalten. Für den Moment liegt die Verantwortung jedoch bei den Fluggesellschaften und Passagieren, das operative Risiko zu tragen.
Im Rahmen des EES müssen alle Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise über eine externe Schengen-Grenze nach Systemstart Fingerabdrücke und ein Gesichtsscan abgeben. Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, gelten irische Staatsbürger, die diesen Sommer nach Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland einreisen, als Nicht-EU-Reisende, da Irland während der Einführungsphase auf eine Teilnahme am EES verzichtet hat.
Ryanair befürchtet, dass die hohen Passagierzahlen in der Hochsaison zusammen mit den zusätzlichen 45 bis 90 Sekunden pro Person an den Kiosken zu langen Warteschlangen und Flugverspätungen führen werden. Die Fluggesellschaft hat die Verkehrsministerien in Spanien, Italien und Griechenland angeschrieben und sie aufgefordert, die unter EU-Recht mögliche dreimonatige Kulanzfrist in Anspruch zu nehmen. Zudem rät Ryanair irischen Reisenden, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und bei Anschlussflügen mindestens zwei Stunden für Grenzformalitäten einzuplanen.
Aus Sicht des Mobilitätsmanagements ist diese Warnung ein frühes Signal, dass Geschäftsreisen mit Schengen-Drehkreuzen längere Zwischenstopps oder bevorzugte Fast-Track-Regelungen benötigen könnten. Reiseleiter, die Teams zu Bau- und Energieprojekten im Mittelmeerraum entsenden, haben bereits 30-minütige Puffer in ihre Zeitpläne eingebaut; ohne diese könnten Anschlussflüge in Frankfurt oder Schiphol verpasst und EU-Arbeitszeitvorgaben überschritten werden.
Sollte es im Sommer zu Chaos kommen, könnten Forderungen lauter werden, dass Irland seine Haltung zur Teilnahme am EES überdenkt. Das Justizministerium erklärte letzten Monat vor einem Oireachtas-Ausschuss, die Umsetzung werde „genau beobachtet“, man werde jedoch die Priorität des Common Travel Area mit Großbritannien beibehalten. Für den Moment liegt die Verantwortung jedoch bei den Fluggesellschaften und Passagieren, das operative Risiko zu tragen.
Quelle: Majorca Daily Bulletin