
Der Airports Council International Europe (ACI-EU) und Airlines for Europe (A4E) haben am 3. Juli einen offenen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, geschickt und warnen, dass das neue Ein- und Ausreisesystem (Entry/Exit System, EES) bereits zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden zu Spitzenzeiten führt. Die Verbände fordern die Mitgliedstaaten auf, die Flexibilitäten des Artikels 16 der EES-Verordnung zu nutzen und die vollständige Einführung bis nach der Hochsaison 2026 – oder sogar bis zum Sommer 2027 – zu verschieben.
Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, verlaufen die meisten Langstreckenverbindungen ab Dublin über Kontinental-Hubs wie Amsterdam, Paris-CDG und Frankfurt. Der Flughafen Dublin schätzt, dass 43 % der Umsteigepassagiere beim Weiterflug dem EES unterliegen werden, was die Gefahr von verpassten Anschlussflügen und Entschädigungsforderungen nach EU261 bei Verzögerungen erhöht.
In dem Schreiben von ACI-EU werden die Flughäfen Berlin Brandenburg, Malaga und Lissabon genannt, an denen es bereits während begrenzter Testläufe zu Engpässen kam. Die Gruppe berichtet, dass Fluggesellschaften Personal umgeschichtet haben, um den Passagierfluss zu steuern, doch die Terminalinfrastruktur – insbesondere an älteren Flughäfen – könne die zusätzliche Bearbeitungszeit ohne umfassende Umgestaltung nicht bewältigen. Deshalb wird finanzielle Unterstützung aus dem EU-Wiederaufbaufonds (Recovery and Resilience Facility) gefordert, um E-Gates, Abgrenzungszonen und Mitarbeiterschulungen zu finanzieren.
Für irische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Finanz- und Technologieunternehmen, die auf Tagesrotationen zu ihren Kontinental-Hauptquartieren angewiesen sind, könnten Produktivitätseinbußen erleiden. Exporteure, die zeitkritische Pharma- oder Meeresfrüchteprodukte verschicken, sorgen sich um die Einhaltung der Dienstzeiten von Piloten, falls diese an den Abflughubs verspätet sind. Reisebüros empfehlen bereits, dass irische Mitarbeiter, wo möglich, Direktflüge wählen oder London Heathrow – derzeit vom EES ausgenommen – als alternative Umsteigemöglichkeit nutzen.
Die Europäische Kommission hat den Brief bestätigt und für den 7. Juli eine Sondersitzung mit den Innen- und Verkehrsministerien einberufen. Das Verkehrsministerium in Dublin erklärt, es werde Maßnahmen, die Störungen für irische Passagiere minimieren, „aktiv unterstützen“, auch wenn Irland kein Stimmrecht in dieser Angelegenheit hat.
Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, verlaufen die meisten Langstreckenverbindungen ab Dublin über Kontinental-Hubs wie Amsterdam, Paris-CDG und Frankfurt. Der Flughafen Dublin schätzt, dass 43 % der Umsteigepassagiere beim Weiterflug dem EES unterliegen werden, was die Gefahr von verpassten Anschlussflügen und Entschädigungsforderungen nach EU261 bei Verzögerungen erhöht.
In dem Schreiben von ACI-EU werden die Flughäfen Berlin Brandenburg, Malaga und Lissabon genannt, an denen es bereits während begrenzter Testläufe zu Engpässen kam. Die Gruppe berichtet, dass Fluggesellschaften Personal umgeschichtet haben, um den Passagierfluss zu steuern, doch die Terminalinfrastruktur – insbesondere an älteren Flughäfen – könne die zusätzliche Bearbeitungszeit ohne umfassende Umgestaltung nicht bewältigen. Deshalb wird finanzielle Unterstützung aus dem EU-Wiederaufbaufonds (Recovery and Resilience Facility) gefordert, um E-Gates, Abgrenzungszonen und Mitarbeiterschulungen zu finanzieren.
Für irische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel. Finanz- und Technologieunternehmen, die auf Tagesrotationen zu ihren Kontinental-Hauptquartieren angewiesen sind, könnten Produktivitätseinbußen erleiden. Exporteure, die zeitkritische Pharma- oder Meeresfrüchteprodukte verschicken, sorgen sich um die Einhaltung der Dienstzeiten von Piloten, falls diese an den Abflughubs verspätet sind. Reisebüros empfehlen bereits, dass irische Mitarbeiter, wo möglich, Direktflüge wählen oder London Heathrow – derzeit vom EES ausgenommen – als alternative Umsteigemöglichkeit nutzen.
Die Europäische Kommission hat den Brief bestätigt und für den 7. Juli eine Sondersitzung mit den Innen- und Verkehrsministerien einberufen. Das Verkehrsministerium in Dublin erklärt, es werde Maßnahmen, die Störungen für irische Passagiere minimieren, „aktiv unterstützen“, auch wenn Irland kein Stimmrecht in dieser Angelegenheit hat.
Quelle: The Connexion