
In einer am 9. Juli veröffentlichten Mitteilung hat die USCIS zur Stellungnahme zu vorgeschlagenen Änderungen der Informationsanforderungen im E-Verify-Programm aufgerufen. Die Behörde plant, die Datenerfassung um Aliasnamen, ausländische Reisepassnummern und zusätzliche Kontaktdaten zu erweitern, mit der Begründung, dass verbesserte Identifikatoren Fehlalarme reduzieren und die Überwachung verbessern würden. AILA hat bereits eine ausführliche 20-seitige Stellungnahme eingereicht und davor gewarnt, dass die Änderungen die Compliance-Kosten erhöhen und Arbeitgeber bei unklaren Umsetzungshinweisen Diskriminierungsklagen aussetzen könnten. Für global agierende Unternehmen, die ausländische Mitarbeiter über Fernverifizierungsoptionen einstellen, könnte der Vorschlag eine Neugestaltung der Systeme erforderlich machen. HRIS-Anbieter müssten neue Datenfelder integrieren, und Unternehmen müssten möglicherweise Datenschutzhinweise an staatliche Datenschutzgesetze anpassen. Unterlassungen könnten zu Verstößen gegen E-Verify oder Strafen bei I-9-Formularen führen. Die Kommentierungsfrist beträgt 30 Tage. Experten erwarten umfangreiche Rückmeldungen insbesondere aus der Technologie- und Logistikbranche, die nach staatlichen Vorgaben zu den Hauptnutzern von E-Verify zählen. Die USCIS plant, die Änderungen zunächst mit freiwilligen Arbeitgebern zu testen, bevor sie 2027 landesweit eingeführt werden. Unternehmen sollten den Entwurf jetzt prüfen, die Auswirkungen auf ihre Onboarding-Prozesse bewerten und Feedback einreichen, um eine praxisgerechte Umsetzung sicherzustellen.
Quelle: AILA regulatory alert