
Ein Regionalzug auf der Strecke Wil–Bütschwil kollidierte am frühen Sonntagmorgen, 12. Juli 2026, kurz vor 02:00 Uhr bei Bazenheid (Kanton St. Gallen) mit einer Herde entlaufener Rinder. Fünf Tiere kamen dabei ums Leben, und der vordere Wagen des Stadler FLIRT-Zugs wurde am Unterboden erheblich beschädigt, wie die Kantonspolizei berichtete. Weder Fahrgäste noch Personal wurden verletzt, doch die eingleisige Strecke blieb bis 05:00 Uhr gesperrt, während SBB-Einsatzteams Trümmer beseitigten und die Gleise überprüften. Ersatzbusse verlängerten die Fahrzeit für Frühschichtpendler und Reisende mit Anschluss an Fernverkehrszüge in Wil um bis zu 40 Minuten. Tierische Gleisüberschreitungen sind in der Schweiz selten (2025 wurden landesweit weniger als 20 Fälle registriert), doch der Vorfall wirft Fragen zu den Zaunstandards entlang von Nebenstrecken auf, die von Touristen mit beliebten „Tageskarte“-Tickets für Ausflüge ins ländliche Gebiet häufig genutzt werden. Reise-Risikomanager, die Mitarbeitenden in der Ostschweiz koordinieren, sollten beachten, dass selbst kleinere Zwischenfälle zu verpassten internationalen Anschlüssen führen können – Wil ist ein wichtiger Knotenpunkt für IC1-Intercity-Züge zum Flughafen Zürich. Die SBB kündigte an, Frühwarnsysteme gemeinsam mit lokalen Landwirten zu überprüfen und an bekannten Übergängen zusätzliche Infrarotdetektoren zu installieren. Der Vorfall erinnert daran, dass verlässliche Inlandverkehrsverbindungen ein zentraler Bestandteil der Schweizer Pünktlichkeitsreputation sind und dass auch in einem der effizientesten Bahnnetze Europas weiterhin Notfallpläne unerlässlich bleiben.
Quelle: Watson.ch