
Ein aktuelles Ranking, das am 11. Juli vom internationalen Versicherungs- und Maklerunternehmen William Russell veröffentlicht wurde, zählt Tschechien zu den zehn gastfreundlichsten Ländern für Ausländer weltweit. Die Studie bewertete 56 Länder und 50 Großstädte anhand harter Daten wie Beschäftigungsquoten von im Ausland Geborenen, Migrantenanteil, Visafreundlichkeit und Sicherheitsindizes sowie weicher Faktoren wie Umfrageergebnisse zur Integration und Alltagserfahrungen. Tschechien erreichte insgesamt 7,88 von 10 Punkten und belegte damit den achten Platz, während Prag in der Städterangliste den sechsten Platz einnahm und damit Städte wie Dubai, Seoul und Hongkong übertraf.
Die Forscher heben besonders die außergewöhnlich hohe Beschäftigungsquote von 79,5 Prozent bei im Ausland geborenen Einwohnern hervor – der dritthöchste Wert im Vergleich. Über eine Million Ausländer leben mittlerweile in Tschechien, was etwa zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Arbeitsmarktaufnahme bleibt dank anhaltender Fachkräftemängel in IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen stark. Für multinationale Arbeitgeber bestätigt das Ergebnis den Ruf Tschechiens als verlässlichen Standort für Nearshoring und Shared-Service-Center: Arbeitserlaubnisse werden vergleichsweise schnell erteilt, die Lohnkosten sind wettbewerbsfähig und die meisten Neuankömmlinge finden rasch eine Anstellung, sobald Sprachbarrieren überwunden sind.
Gleichzeitig weist der Bericht auf Schwächen hin, die Personal- und Global-Mobility-Teams beachten sollten. Zwar ist der Zugang zum Arbeitsmarkt hervorragend, doch die strukturierte Unterstützung bei der Integration am Arbeitsplatz ist schwach: Eine separate Umfrage von 2026 der Personalvermittler GI Group und Grafton ergab, dass 76 Prozent der tschechischen Arbeitgeber kein formelles Onboarding-Programm für ausländische Mitarbeiter anbieten. Praktische Hürden wie Wohnungssuche, Kontoeröffnung oder Gesundheitsversorgung erfordern weiterhin lokale Hilfe, besonders außerhalb von Prag und Brünn, wo Englisch weniger verbreitet ist.
Für politische Entscheidungsträger liefert das Ranking wichtige Argumente im laufenden Streit um das neue Ausländergesetz, das derzeit im Parlament diskutiert wird. Vertreter des Innenministeriums betonen, dass die Digitalisierung der Antragsverfahren und die Ausweitung von Schnellprogrammen wie Digital Nomad und Hochqualifizierter Arbeitnehmer die Attraktivität des Landes weiter steigern werden. Wirtschaftskammern warnen jedoch, dass neue Sicherheitsprüfungen Talente abschrecken könnten, wenn sich die Bearbeitungszeiten verlängern.
Für Mobility-Manager liefert das Ergebnis handfeste Belege, um umziehende Mitarbeiter zu beruhigen: Tschechien verbindet den Zugang zum EU-Binnenmarkt, Schengen-Freizügigkeit und ein hohes Sicherheitsgefühl mit Lebenshaltungskosten, die etwa 35 Prozent unter dem Durchschnitt der Eurozone liegen. Unternehmen sollten jedoch Sprachkurse einplanen und Buddy-Programme in Betracht ziehen, um Neuankömmlinge sowohl sozial als auch beruflich besser zu integrieren.
Die Forscher heben besonders die außergewöhnlich hohe Beschäftigungsquote von 79,5 Prozent bei im Ausland geborenen Einwohnern hervor – der dritthöchste Wert im Vergleich. Über eine Million Ausländer leben mittlerweile in Tschechien, was etwa zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Arbeitsmarktaufnahme bleibt dank anhaltender Fachkräftemängel in IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen stark. Für multinationale Arbeitgeber bestätigt das Ergebnis den Ruf Tschechiens als verlässlichen Standort für Nearshoring und Shared-Service-Center: Arbeitserlaubnisse werden vergleichsweise schnell erteilt, die Lohnkosten sind wettbewerbsfähig und die meisten Neuankömmlinge finden rasch eine Anstellung, sobald Sprachbarrieren überwunden sind.
Gleichzeitig weist der Bericht auf Schwächen hin, die Personal- und Global-Mobility-Teams beachten sollten. Zwar ist der Zugang zum Arbeitsmarkt hervorragend, doch die strukturierte Unterstützung bei der Integration am Arbeitsplatz ist schwach: Eine separate Umfrage von 2026 der Personalvermittler GI Group und Grafton ergab, dass 76 Prozent der tschechischen Arbeitgeber kein formelles Onboarding-Programm für ausländische Mitarbeiter anbieten. Praktische Hürden wie Wohnungssuche, Kontoeröffnung oder Gesundheitsversorgung erfordern weiterhin lokale Hilfe, besonders außerhalb von Prag und Brünn, wo Englisch weniger verbreitet ist.
Für politische Entscheidungsträger liefert das Ranking wichtige Argumente im laufenden Streit um das neue Ausländergesetz, das derzeit im Parlament diskutiert wird. Vertreter des Innenministeriums betonen, dass die Digitalisierung der Antragsverfahren und die Ausweitung von Schnellprogrammen wie Digital Nomad und Hochqualifizierter Arbeitnehmer die Attraktivität des Landes weiter steigern werden. Wirtschaftskammern warnen jedoch, dass neue Sicherheitsprüfungen Talente abschrecken könnten, wenn sich die Bearbeitungszeiten verlängern.
Für Mobility-Manager liefert das Ergebnis handfeste Belege, um umziehende Mitarbeiter zu beruhigen: Tschechien verbindet den Zugang zum EU-Binnenmarkt, Schengen-Freizügigkeit und ein hohes Sicherheitsgefühl mit Lebenshaltungskosten, die etwa 35 Prozent unter dem Durchschnitt der Eurozone liegen. Unternehmen sollten jedoch Sprachkurse einplanen und Buddy-Programme in Betracht ziehen, um Neuankömmlinge sowohl sozial als auch beruflich besser zu integrieren.
Quelle: Expats.cz / ČTK