
In einem Live-Update, das kurz nach Mitternacht am 12. Juli veröffentlicht wurde, berichtete Le Monde, dass die interministerielle Kriseneinheit der Regierung 37 Départements – darunter die gesamte Île-de-France – auf die höchste Alarmstufe Rot gesetzt hat. Im Rahmen des Nationalen Plans für extreme Hitze 2025 müssen die Präfekten nun Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Teilnehmern überprüfen, Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs anpassen und mit Flughafenbetreibern die Sicherheit der Rampenarbeiter koordinieren. Paris Aéroport bestätigte, dass an den Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly „Hitze-Verlangsamungs“-Maßnahmen eingeführt wurden: Flugzeuge mit breitem Rumpf werden bevorzugt an entfernteren Parkpositionen abgestellt, um kürzere Shuttlebus-Runden beim Boarding zu ermöglichen. Bodenabfertigungsfirmen wechseln ihr Personal alle 15 Minuten während der Spitzenhitze, was zu Verzögerungen beim Boarding von bis zu 45 Minuten in der späten Nachmittagsabflugwelle führen kann. Der städtische Verkehrsbetrieb RATP hat 200 neue Hybridbusse im Zentrum von Paris auf reinen Batteriebetrieb umgestellt, um die Hitze im Fahrgastraum zu reduzieren, warnt jedoch, dass die Reichweitenbegrenzung zu längeren Taktzeiten führen könnte. Der Pendlerzugbetreiber Transilien verteilt täglich 80.000 Wasserflaschen und sagt ausgewählte nicht klimatisierte Züge auf den Linien H und P ab. Mobilitätsexperten empfehlen, ausländische Neuankömmlinge in dieser Woche darauf hinzuweisen, dass Krankenversicherungen manchmal Behandlungen hitzebedingter „vermeidbarer“ Erkrankungen ausschließen, wenn offizielle Warnungen ignoriert werden. Unternehmen aktualisieren daher ihre Ankunftsinformationen mit Hinweisen zum französischen VigiMétéo-Farbcodesystem und den Notrufnummer-15-Verfahren.
Quelle: Le Monde (live blog)