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EES-Voranmelde-App in Italien weiterhin nicht verfügbar – lange Warteschlangen im Sommer drohen

Juli 14, 2026
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EES-Voranmelde-App in Italien weiterhin nicht verfügbar – lange Warteschlangen im Sommer drohen
Seit April ist das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU vollständig in Betrieb, doch Reisende stellen fest, dass nur wenige Schengen-Staaten die freiwillige „Travel to Europe“-App von Frontex aktiviert haben. Einer Analyse von The Local vom 13. Juli zufolge erlauben derzeit nur Schweden und Portugal, Passdaten und ein Gesichtsfoto vor Abreise hochzuladen, was die Grenzkontrollen um bis zu 25 Prozent verkürzt. Italien hingegen hat noch keinen Starttermin bekanntgegeben – ein Umstand, der Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber angesichts des beginnenden Sommerreiseverkehrs beunruhigt. An italienischen Drehkreuzen wie Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa müssen nun bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum von allen Nicht-EU-Kurzzeitbesuchern Fingerabdrücke und ein Live-Foto erfasst werden. Branchenverbände befürchten, dass dieser zusätzliche Schritt mehrere Minuten pro Passagier hinzufügt und zu Engpässen führt, die sich bis in die Abflugbereiche auswirken könnten. Besonders betroffen sind Fluggesellschaften mit Verbindungen über das Mittelmeer nach Tunesien, Ägypten und in den Golf – Strecken mit hohem Aufkommen an zurückkehrenden EU-Bürgern und Drittstaats-Touristen. Frontex betont, dass die App innerhalb weniger Wochen landesweit eingeführt werden kann, doch das italienische Innenministerium weist darauf hin, dass noch ein Rechtsdekret zur Speicherung biometrischer Daten auf nationalen Servern fehlt. Bis dahin hat die Grenzpolizei 500 Zeitarbeitskräfte eingestellt und 60 zusätzliche manuelle Kontrollstellen eingerichtet, räumt aber ein, dass „die Wartezeiten von der Mitarbeit der Passagiere abhängen“. Firmenreisemanager sollten Nicht-EU-Mitarbeiter darauf hinweisen, dass bei der ersten Einreise nach Italien (oder einem anderen Schengen-Staat ohne App) Fingerabdrücke, Gesichtserfassung und ein kurzer Fragebogen erforderlich sind. Nach der Registrierung genügt bei Folgereisen ein Passscan, doch der erste Vorgang könnte enge Anschlussflüge gefährden. Es empfiehlt sich, längere Umsteigezeiten einzuplanen oder Anschlussflughäfen in Schweden oder Portugal zu wählen, wo die App bereits aktiv ist, um Risiken zu minimieren, bis Italien nachzieht. Langfristig könnte der Druck von ACI Europe und IATA Rom zu einer beschleunigten Digitalisierung bewegen, insbesondere mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina, die einen Besucheransturm aus Nordamerika erwarten lassen.
Quelle: The Local

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