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Thailand halbiert visumfreies Aufenthaltsrecht – Schweizer Rentner suchen nach Alternativen

Juli 14, 2026
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Thailand halbiert visumfreies Aufenthaltsrecht – Schweizer Rentner suchen nach Alternativen
Das thailändische Kabinett hat eine Verkürzung der visafreien Aufenthaltsdauer für 54 Länder – darunter auch die Schweiz – von 60 auf 30 Tage beschlossen. Die Regelung tritt in Kraft, sobald sie im Königlichen Amtsblatt veröffentlicht wird. Wie am 13. Juli von SWI swissinfo.ch berichtet, sorgt diese Entscheidung für Unruhe in der großen Schweizer Rentnergemeinschaft, die viele Wintermonate zwischen Phuket und Chiang Mai verbringt. Bisher konnten Schweizer Passinhaber visafrei einreisen, ihren Aufenthalt einmalig um 30 Tage verlängern und so bis zu drei Monate mit minimalem bürokratischem Aufwand im Königreich verbringen. Nach dem neuen System müssen sie alle 30 Tage ausreisen und wieder einreisen („Border Runs“) oder ein vorab beantragtes Touristen- oder Rentnervisum vorlegen. Die thailändische Regierung begründet die Änderung mit dem Ziel, nicht deklarierte wirtschaftliche Aktivitäten zu verhindern und Langzeitaufenthalte mit Kurzzeitgenehmigungen zu erschweren. Für die rund 10.000 Schweizer, die Thailand als ihren Hauptwohnsitz im Ausland angeben – sowie für die tausenden sogenannten „Schwalben“, die dort teils über das Jahr verteilt leben – bedeutet dies eine spürbare finanzielle und administrative Mehrbelastung: Nachweis von 20.000 Baht (ca. 480 CHF) in bar bei Ankunft, höhere Versicherungsanforderungen und die Aussicht, Agenten für die komplexen Online-Visaportale bezahlen zu müssen. Schweizer Reiseversicherer und Vermögensberater erhalten vermehrt Anfragen von Kunden, die sich Sorgen um Ausschlüsse bei Policen für über 80-Jährige sowie um Lücken zwischen der Schweizer Grundversicherung (die im Ausland meist nach sechs Wochen endet) und den thailändischen Krankenhauskosten machen. Das Schweizer Außenministerium (EDA) verzeichnet bislang nur eine „Handvoll“ offizieller Anfragen, erwartet aber mehr, sobald ein konkretes Umsetzungsdatum bekanntgegeben wird. Unternehmen mit Expat-Mitarbeitern in Thailand – insbesondere aus den Bereichen Gastgewerbe, Uhrenhandel und Pharma – sollten ihre lokalen Anstellungs- versus Entsendungsvisa prüfen und mit häufigeren Ein- und Ausreisen kalkulieren. Rentner wiederum prüfen Alternativen wie das MM2H-Programm in Malaysia oder das nicht erwerbstätige Visum in Spanien, was zeigt, wie schnell sich Visa-Regelungen auf den Fluss der Schweizer Renteneinkünfte ins Ausland auswirken können.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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