
Die Schweiz und das Vereinigte Königreich gaben am 13. Juli in Bern bekannt, dass sie ein „modernisiertes“ Freihandelsabkommen (FTA) ausgehandelt haben, das die Regeln für grenzüberschreitende Dienstleistungen und Geschäftsmobilität zwischen den beiden Nicht-EU-Ländern neu definiert. Der Text, den der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle als „die bedeutendste Dienstleistungshandelsvereinbarung, die das Vereinigte Königreich je ausgehandelt hat“ bezeichnete, gewährt Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Life Sciences, IT, Beratung und anderen wissensintensiven Branchen das Recht, Mitarbeiter bis zu 90 Tage pro Jahr ohne Arbeitserlaubnis ins jeweils andere Land zu entsenden. Damit wird das bisherige Flickwerk aus Kurzaufenthalts-Ausnahmen für Geschäftsreisen durch ein automatisches, gegenseitiges Recht ersetzt, das für alle gilt und die Vorlaufzeiten sowie Rechtskosten für Projektteams, Prüfer oder Deal-Maker, die kurzfristig über den Kanal reisen müssen, drastisch reduziert.
Für längere Einsätze schafft das Abkommen eine fünfjährige intra-korporative Versetzungsregelung, die die strenge „wirtschaftliche Interessen“-Prüfung der Schweiz sowie die britischen Einwanderungs-„Sponsorship“-Voraussetzungen aufhebt. Multinationale Unternehmen wie KPMG, Novartis und Credit Suisse – die von den Verhandlern genannt wurden – können so Talente zwischen Zürich, London und regionalen Zentren mit deutlich weniger administrativem Aufwand rotieren lassen. Beide Regierungen haben zudem zugesagt, die automatischen Passkontrollsysteme an Flughäfen für die Staatsangehörigen des jeweils anderen Landes zu öffnen und die Roaming-Gebühren abzuschaffen, was signalisiert, dass reibungslose persönliche Mobilität zunehmend Teil der Handelspolitik des 21. Jahrhunderts wird.
Über Visa hinaus sichert das FTA digitale Handelsregeln zu Datenflüssen und elektronischen Verträgen, einen starken zehnjährigen regulatorischen Datenschutz für Pharmazeutika sowie einen Rahmen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Der amtierende Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin betonte die geopolitische Botschaft: Zwei mittelgroße Nicht-EU-Wirtschaften zeigen, dass „Offenheit Protektionismus schlägt“ – gerade in einer Zeit steigender Zölle weltweit. Die juristische Endfassung steht noch aus, doch Bern und London streben eine Unterzeichnung vor Ende 2026 an, damit die neuen Mobilitätsregelungen Anfang 2027 in Kraft treten können.
Unternehmen mit britisch-schweizerischem Verkehr wird empfohlen, ihre entsandten Mitarbeiter jetzt zu erfassen und interne Richtlinien für die 90-Tage-Regel vorzubereiten, die außerhalb des Schengen-Raums und des britischen Electronic Travel Authorisation-Systems gilt. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten zudem die Sozialversicherungskoordination und Gehaltsabrechnung überprüfen, da das Abkommen die bestehenden bilateralen Sozialversicherungsabkommen nicht ändert. Bei Ratifizierung wird das Abkommen als Vorbild dienen, wie fortgeschrittene Volkswirtschaften Mobilität, digitale Themen und geistiges Eigentum in klassische Warenhandelsabkommen integrieren können – und es wird die Erwartungen an die stockenden Verhandlungen der Schweiz mit der EU und dem Mercosur-Block erhöhen.
Für längere Einsätze schafft das Abkommen eine fünfjährige intra-korporative Versetzungsregelung, die die strenge „wirtschaftliche Interessen“-Prüfung der Schweiz sowie die britischen Einwanderungs-„Sponsorship“-Voraussetzungen aufhebt. Multinationale Unternehmen wie KPMG, Novartis und Credit Suisse – die von den Verhandlern genannt wurden – können so Talente zwischen Zürich, London und regionalen Zentren mit deutlich weniger administrativem Aufwand rotieren lassen. Beide Regierungen haben zudem zugesagt, die automatischen Passkontrollsysteme an Flughäfen für die Staatsangehörigen des jeweils anderen Landes zu öffnen und die Roaming-Gebühren abzuschaffen, was signalisiert, dass reibungslose persönliche Mobilität zunehmend Teil der Handelspolitik des 21. Jahrhunderts wird.
Über Visa hinaus sichert das FTA digitale Handelsregeln zu Datenflüssen und elektronischen Verträgen, einen starken zehnjährigen regulatorischen Datenschutz für Pharmazeutika sowie einen Rahmen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen. Der amtierende Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin betonte die geopolitische Botschaft: Zwei mittelgroße Nicht-EU-Wirtschaften zeigen, dass „Offenheit Protektionismus schlägt“ – gerade in einer Zeit steigender Zölle weltweit. Die juristische Endfassung steht noch aus, doch Bern und London streben eine Unterzeichnung vor Ende 2026 an, damit die neuen Mobilitätsregelungen Anfang 2027 in Kraft treten können.
Unternehmen mit britisch-schweizerischem Verkehr wird empfohlen, ihre entsandten Mitarbeiter jetzt zu erfassen und interne Richtlinien für die 90-Tage-Regel vorzubereiten, die außerhalb des Schengen-Raums und des britischen Electronic Travel Authorisation-Systems gilt. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten zudem die Sozialversicherungskoordination und Gehaltsabrechnung überprüfen, da das Abkommen die bestehenden bilateralen Sozialversicherungsabkommen nicht ändert. Bei Ratifizierung wird das Abkommen als Vorbild dienen, wie fortgeschrittene Volkswirtschaften Mobilität, digitale Themen und geistiges Eigentum in klassische Warenhandelsabkommen integrieren können – und es wird die Erwartungen an die stockenden Verhandlungen der Schweiz mit der EU und dem Mercosur-Block erhöhen.
Quelle: Reuters / SRF
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
Unfall legt Bahnstrecke Genf–Lausanne lahm, Ersatzbusse im Einsatz
Überarbeitung der Fluggastrechte gilt ab 2027 in der Schweiz – Entschädigungen bis zu 600 € bei Verspätungen