
Das Amt für Einwanderung und Multikulturalismus in Newfoundland und Labrador hat am 10. Juli 57 Kandidaten im Rahmen des Newfoundland and Labrador Provincial Nominee Program (NLPNP) und des Atlantic Immigration Program (AIP) eingeladen. Die am 14. Juli veröffentlichten Details bestätigen, dass dies die achte – und zugleich kleinste – Auswahlrunde der Provinz im Jahr 2026 ist, womit die Gesamtzahl der Einladungen seit Jahresbeginn auf 1.544 steigt. Im Gegensatz zu früheren Ziehungen, die stark zugunsten des NLPNP ausfielen, lag der Schwerpunkt diesmal auf dem AIP, das 70 Prozent der Einladungen ausmachte. Dieser Wandel deutet darauf hin, dass Arbeitgeber in kleineren Küstengemeinden zunehmend das föderal-provinsielle AIP nutzen, um Bewerber mit langfristigen Jobangeboten und Integrationsplänen schneller einzustellen. Für Unternehmen mit Niederlassungen in Atlantik-Kanada bedeutet der schwächere Arbeitsmarkt in Neufundland, dass CRS-ähnliche Punkte im provinziellen Expression-of-Interest (EOI)-System steigen. Bewerber sollten sicherstellen, dass ihre Sprachtests und der Nachweis finanzieller Mittel die Mindestanforderungen übertreffen, während Arbeitgeber die Schritte zur Gemeindebestätigung zügig abschließen müssen, um Verzögerungen in der geschäftigen Sommersaison des Tourismus zu vermeiden. Fachleute im Bereich Einwanderung weisen darauf hin, dass die Bearbeitungszeiten wettbewerbsfähig bleiben – sieben Monate für erweiterte PNP-Anträge und 26 Monate für reine AIP-Anträge – was die Programme besonders attraktiv für Fachkräfte im Handwerk und Gesundheitswesen macht, die die Bundesgrenzen für Express Entry nicht erreichen. Die Provinz plant, vor dem Labour Day-Wochenende zwei weitere Ziehungen durchzuführen, möglicherweise mit berufsbezogenen Schwerpunkten in den Bereichen Aquakultur und Bau von grüner Energie.
Quelle: CIC News