
Der spezielle Einwanderungsweg für Einwohner Hongkongs, der am 31. August 2026 geschlossen werden soll, steht vor erheblichen Verzögerungen: Neue Daten von OMNI News zeigen, dass von den seit 2021 eingegangenen 46.000 Anträgen über 33.000 noch unbearbeitet sind – was die Bearbeitungszeiten für aktuelle Anträge auf über zehn Jahre ansteigen lässt. Die sogenannten „Rettungsboote“-Programme wurden eingeführt, nachdem Peking ein umfassendes Sicherheitsgesetz für Hongkong erlassen hatte. Sie boten Hongkonger Staatsangehörigen, die bereits in Kanada leben, einen Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung über kürzlich absolvierte Studien oder kanadische Berufserfahrung. Im ersten Jahr wurden die meisten Fälle innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen, doch mit der Integration in die breitere Kategorie „Humanitär & Mitfühlend“ im Jahr 2024 verschlechterten sich die Service-Standards deutlich, da Ressourcen zugunsten von Verpflichtungen in der Ukraine und im Sudan umgeleitet wurden. Für Arbeitgeber ist der Rückstau mehr als nur ein administratives Ärgernis. Viele Fachkräfte aus Hongkong besitzen arbeitgeberspezifische Arbeitserlaubnisse, die lange vor der Genehmigung der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung ablaufen, was zusätzliche Kosten für Verlängerungen verursacht und in manchen Fällen dazu führt, dass Talente auf den Status von Besuchern zurückgestuft werden müssen. Arbeitsmarktexperten warnen vor einem möglichen Abfluss von Fachkräften nach Großbritannien, dessen BNO-Visum einen klareren Weg zur Niederlassung bietet. Oppositionsparteien fordern das IRCC auf, im Einwanderungsplan 2027 separate Kontingente für diese Gruppe vorzusehen oder „Vorabgenehmigungs“-Schreiben auszustellen, die qualifizierten Antragstellern den Zugang zu inländischen Studiengebühren und beruflichen Zulassungen ermöglichen. Bisher hat das Ministerium nur Übergangslösungen wie offene Arbeitserlaubnisse angeboten, die Kritiker als unzureichend für mehr Planungssicherheit bewerten. Mobility-Manager mit Hongkong-Entsandten sollten mehrjährige Verlängerungspläne für Arbeitserlaubnisse erstellen und entsprechende Rechtskosten einplanen. Zudem empfiehlt es sich, Provinz-Nominierungsprogramme als alternative Route zur dauerhaften Niederlassung in Betracht zu ziehen, auch wenn dort die Kontingente ebenfalls knapper werden.
Quelle: CityNews Vancouver / OMNI News
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