
France Travail (ehemals Pôle Emploi) startete am 22. Juli 2026 eine landesweite Informationskampagne für das Programm „Un Tremplin pour l’Emploi“, das 2- bis 6-monatige Erasmus+-Praktika in 32 europäischen Ländern fördert. Eine virtuelle Präsentation und eine separate Informationsveranstaltung zogen Hunderte von Arbeitssuchenden aus Nouvelle-Aquitaine an, individuelle Gespräche sind für den 28. bis 30. Juli geplant. Die Teilnehmer behalten ihre französischen Arbeitslosengelder, erhalten EU-finanzierte Reise- und Wohnbeihilfen und erhalten das Europass-Mobilitätszertifikat, das die im Ausland erworbenen Kompetenzen bestätigt. Das Programm bietet zudem Sprachtests, Online-Kurse und eine Rückführungskostenversicherung – Maßnahmen, die die administrativen Hürden für kurzfristige Auslandseinsätze senken. Aus Sicht der Unternehmensmobilität erweitert die Initiative den Talentpool um Kandidaten mit internationaler Erfahrung und bestehendem Arbeitsrecht in der EU/EEA. Arbeitgeber können Praktikanten ohne Visa-Bürokratie einstellen, während die Teilnehmer grenzüberschreitende Projekterfahrung sammeln, die ihre Beschäftigungsfähigkeit für zukünftige Auslandseinsätze erhöht. France Travail kündigte an, das Webinar bis September in allen Regionen zu wiederholen, um sich am akademischen Kalender zu orientieren. Unternehmen, die Erasmus+-Praktikanten aufnehmen möchten, können sich über ein neues Online-Portal registrieren, das Stellenprofile mit Gastorganisationen abgleicht. Die Agentur betonte, dass die Praktika auch remote-first möglich sind, sofern mindestens 50 % der Arbeitszeit im Gastland erbracht werden – eine Flexibilität, die den hybriden Arbeitsmodellen Rechnung trägt. Global-Mobility-Teams sollten die regionalen Veranstaltungen im Blick behalten und das Programm in Mobilitätsprogramme für Berufseinsteiger oder Diversitätsinitiativen bei internationalen Einsätzen integrieren, da es keine Altersgrenze gibt und Bewerbungen aus unterrepräsentierten Gruppen ausdrücklich gefördert werden.
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