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Neue Ministerielle Anweisung 119 ordnet die Warteschlange für Fachkräftevisa neu und bevorzugt Bewerber im Inland

Aug. 3, 2026
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Neue Ministerielle Anweisung 119 ordnet die Warteschlange für Fachkräftevisa neu und bevorzugt Bewerber im Inland
Eine Woche nach Inkrafttreten verändert die Ministerielle Anweisung 119 bereits Australiens Fachkräfte-Migrationspipeline grundlegend. Das Innenministerium aktualisierte am Sonntag seine Webseite zu Bearbeitungsprioritäten und bestätigte, dass ab dem 25. Juli Nominierungs- und Visumanträge für Verteidigungs- oder Strafverfolgungspositionen, die innerhalb Australiens eingereicht werden, höchste Priorität erhalten. Danach folgen Bewerber im Inland aus den Bereichen Bau, Gesundheit und Lehre. Bewerber aus dem Ausland wurden ans Ende der Warteschlange verschoben. Diese Änderung ersetzt die Anweisung 105, die zwei Jahre lang automatisch Berufen auf der Liste der kritischen Fähigkeiten Priorität einräumte – unabhängig vom Aufenthaltsort. Migrationsberater berichten, dass die neue Priorisierung bereits spürbar ist: „Mehrere Ingenieure, die Ende Juli im Inland eingereicht wurden, sind innerhalb einer Woche zur weiteren Prüfung vorgedrungen, während vergleichbare Anträge aus dem Ausland von April noch unbearbeitet sind“, so ein Berater aus Perth gegenüber Global Mobility News. Für Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Bringen Sie potenzielle Mitarbeiter frühzeitig nach Australien, auch mit Besuchervisa, bevor Sie Sponsorships beantragen. Umzugsmanager raten zudem, Visumsverlängerungen sorgfältig zu timen; wer für einen Urlaub Australien verlässt, riskiert nun, in der Prioritätenliste mehrere Plätze zurückzufallen. Das Innenministerium argumentiert, die Änderung unterstütze die Regierungsagenda „Australische Jobs stärken“ und ermögliche dennoch die Einreise wichtiger Talente aus dem Ausland. Kritiker bemängeln, dass regionale Unternehmen, die direkt im Ausland rekrutieren, benachteiligt werden und sich die Wartezeiten für globale Talentprogramme, die entscheidend zur Schließung von Fachkräftelücken im Technologiesektor beitragen, verlängern könnten. Juristen beobachten mögliche Präzedenzfälle: Da Anweisung 119 rückwirkend auf bereits laufende Anträge angewandt wird, stehen einige Kandidaten, die im Ausland Häuser verkauft oder Jobs aufgegeben haben in Erwartung schneller Genehmigungen, nun vor längerer Unsicherheit. Berater empfehlen betroffenen Arbeitgebern, mit Verlängerungen von Arbeitsrechten durch Überbrückungsvisa und möglichen Bindungsprämien zu kalkulieren.
Quelle: Department of Home Affairs

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