
Die in Shenzhen ansässige WorldWay Group, eines der größten chinesischen Beratungsunternehmen für Auslandsmigration, reagierte auf das Dekret Nr. 841 mit einem Compliance-Workshop für alle Mitarbeiter am 16. September, einen Tag nach Inkrafttreten der Verordnung. In der Sitzung wurden die wichtigsten Artikel des Dekrets besprochen, wobei besonderes Augenmerk auf die strengere Lizenzierung von Einwanderungsdienstleistern und die neuen Aufzeichnungspflichten gelegt wurde. Die Geschäftsleitung von WorldWay betonte gegenüber den Mitarbeitern, dass die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften nun eine Überlebensfrage für Agenturen darstellt: Die Regeln führen ein formelles Registrierungssystem für Einwanderungsdienstleister ein und geben den Aufsichtsbehörden die Befugnis, den Geschäftsbetrieb auszusetzen oder Bußgelder zu verhängen, wenn fehlerhafte Beratung dazu führt, dass Kunden die Ausreise verweigert wird. Für Teams im Bereich der internationalen Mobilität ist dies ein frühes Signal, dass Dienstleister bereits interne Prozesse anpassen – mit längeren Prüfzeiten für Dokumente, erweiterten Kunden-Due-Diligence-Fragebögen und höheren Gebühren für professionelle Dienstleistungen, da Agenturen in Compliance-Infrastrukturen investieren. Multinationale Unternehmen sollten ihre Risikoanalysen für Dienstleister entsprechend aktualisieren. Das Unternehmen, das Fälle von Aufenthaltsgenehmigungen durch Investitionen und Auslandsstudien in 24 Rechtsgebieten betreut, kündigte an, einen zweisprachigen Kundenleitfaden zu veröffentlichen, der erklärt, wie sich die neuen Vorschriften auf Ausreisegenehmigungen, Anträge auf polizeiliche Führungszeugnisse und Apostille-Verfahren auswirken. Zudem sind Auffrischungskurse zum Datenschutz geplant, da strengere staatliche Prüfungen der von Migrationsfirmen gespeicherten personenbezogenen Daten erwartet werden. Die schnelle Reaktion von WorldWay zeigt, wie der bislang wenig regulierte private Einwanderungssektor in China sich unter dem Dekret des Staatsrats professionalisieren muss. Unternehmen, die auf solche Agenturen für die Visa-Abwicklung von Entsandten angewiesen sind, sollten den Lizenzstatus des Anbieters und dessen Notfallpläne überprüfen.
Quelle: WorldWay Immigration
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