
Die Reise von Premierminister Mark Carney Mitte September nach Europa hat neue Spekulationen über ein mögliches Mobilitätspakt zwischen Kanada und der EU ausgelöst. Am 16. September in Straßburg schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der EU zu machen – eine Vereinbarung, die die Rechte auf Leben und Arbeiten im gesamten Block erweitern könnte. Kanadische Beamte bestätigten Gespräche, betonten jedoch, dass sich die Verhandlungen noch in einer explorativen Phase befinden. Berichten zufolge prüft Ottawa Rahmenbedingungen, die über das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) hinausgehen und es kanadischen Fachkräften ermöglichen könnten, ohne herkömmliche Arbeitserlaubnisse in EU-Mitgliedstaaten zu arbeiten. Ähnliche Assoziierungsabkommen bestehen bereits zwischen der EU und mehreren Nachbarstaaten und bieten unterschiedliche Freiheiten in Bezug auf Arbeitsmobilität. Für Unternehmen verspricht dies eine vereinfachte Entsendung von Talenten bei transatlantischen Projekten, erleichterte Regeln für Bieterteams und unkomplizierte Kurzzeiteinsätze – wichtig für Branchen von sauberer Technologie bis zur Verteidigungsindustrie. Bis ein Abkommen zustande kommt, gelten jedoch weiterhin die nationalen Einwanderungsbestimmungen; kanadische Staatsbürger müssen für die meisten bezahlten Tätigkeiten über 90 Tage weiterhin lokale Arbeitserlaubnisse einholen. Verantwortliche für Mobilität sollten die Hinweise des kanadischen Außenministeriums aufmerksam verfolgen und die wichtigsten EU-Ziele analysieren, um zu erkennen, welche nationalen Regelungen – etwa innerbetriebliche Versetzungen, Blue-Card-Verfahren oder Ausnahmen für Dienstleistungserbringer – ersetzt werden könnten. Zudem sollten sie Mitarbeiter davor warnen, automatische Arbeitsrechte anzunehmen: Irreführende Schlagzeilen könnten zu nicht genehmigten Einsätzen und möglichen Einreiseverboten im Schengen-Raum führen. Ein Zeitplan für die Verhandlungen wurde nicht genannt, doch Beobachter erwarten Fortschrittsberichte beim Kanada-EU-Gipfel im März 2027. Bis dahin sollten Unternehmen weiterhin mit Kosten für lokale Rechtsberatung und Genehmigungen kalkulieren und gleichzeitig die strategischen Vorteile eines möglichen künftigen Mobilitätskorridors im Blick behalten.
Quelle: Canada Immigration News
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Kanada.Mehr von Kanada
Alle anzeigen
Das Nominierungslimit für den Lebensmittelservice in Saskatchewan ist innerhalb weniger Stunden erreicht und schließt die Aufnahme für 2026.
Daten von IRCC zeigen steigende Wartezeiten bei wichtigen temporären Aufenthaltskategorien