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Landesweiter 24-stündiger Streik des Flughafenpersonals führt zur Streichung von über 300 Flügen in ganz Italien

Sept. 18, 2026
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Landesweiter 24-stündiger Streik des Flughafenpersonals führt zur Streichung von über 300 Flügen in ganz Italien
Geschäftsreisende, die in Italien ankommen oder abreisen, erlebten am Freitag einen besonders schwierigen Tag, da das Bodenpersonal der Basisgewerkschaften CUB und USB zu einem 24-stündigen landesweiten Streik aufrief. Der Ausstand, der die längst überfällige Erneuerung des seit sechs Jahren abgelaufenen Handling-Vertrags fordert, legte wichtige Drehkreuze wie Mailand-Malpensa, Venedig-Marco Polo, Florenz-Peretola und Pisa-Galileo Galilei lahm. Stornierungen und fortlaufende Verspätungen häuften sich schnell, da die meisten Fluggesellschaften ihre Flüge im Vorfeld reduziert hatten, um auf den Streik vorbereitet zu sein. Die Auswirkungen auf die Flugzeugrotation störten zudem die Nachmittags- und Abendpläne. Allein in Malpensa wurden 60 Abflüge gestrichen, in Linate weitere 20; Venedig meldete 65 Ausfälle, Florenz etwa die Hälfte des Gesamtprogramms. Die nationale Fluggesellschaft ITA Airways strich 30 Inlandsflüge und aktivierte einen außergewöhnlichen Umbuchungsplan, der etwa die Hälfte der betroffenen Passagiere auf Flüge am selben Tag umbuchte. Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC erinnerte die Betreiber daran, dass die „garantierten Zeitfenster“ (07:00–10:00 und 18:00–21:00) nach italienischem Streikrecht geschützt bleiben, doch die hohe Verkehrskonzentration in diesen Zeiträumen führte zu erheblichen Engpässen bei Sicherheitskontrollen und Check-in. Der Protest richtet sich gegen Löhne, die den Gewerkschaften zufolge in den letzten zehn Jahren um 400 Euro monatlich an Kaufkraft verloren haben. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern scheiterten, nachdem diese eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 250 Euro über drei Jahre bei gleichzeitig längeren Arbeitszeiten angeboten hatten. Die Gewerkschaften lehnen zudem ab, einen Teil der Erhöhung in private Sozialfonds umzuleiten. Trotz der Störungen war die Streikbeteiligung besonders an den Flughäfen im Norden stark, wo die Gewerkschaften eine größere Verankerung haben. Für Manager der Unternehmensmobilität unterstreicht der Streik die Fragilität der italienischen Luftfahrtarbeitslandschaft und die Bedeutung von Notfallplänen. Unternehmen mit wichtigen Reiserouten sollten den vom Verkehrsministerium veröffentlichten Streikkalender weiterhin genau beobachten und Bahnalternativen auf Hauptstrecken wie Mailand–Rom in Betracht ziehen, wo der Hochgeschwindigkeitsverkehr unbeeinträchtigt blieb. Reisende sollten zudem sicherstellen, dass die Kontaktdaten der Fluggesellschaften aktuell sind und die Apps der Airlines herunterladen, um Echtzeit-Umbuchungsoptionen zu erhalten. Da die geschäftige Herbstkonferenzsaison gerade erst beginnt, könnten weitere Arbeitskämpfe im Handling, der Flugsicherung und im öffentlichen Verkehr Kettenreaktionen bei ankommenden Business-Events auslösen. Mobilitätsplaner werden daher geraten, für den Rest des Septembers und Anfang Oktober größere Zeitpuffer in die Reisepläne einzubauen.
Quelle: La Sicilia

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