
Am 18. September veröffentlichte die Irish Aviation Authority (IAA) einen Entwurf für die Verordnung über unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) 2026 zur öffentlichen Konsultation. Dies markiert die bedeutendste Überarbeitung der Drohnengesetze in Irland seit der Umsetzung der EU-Verordnung 2019/947 im Jahr 2024. Zu den wichtigsten Vorschlägen gehören die verpflichtende Ausstattung aller Drohnen über 250 g mit elektronischen Sichtbarkeits-Signalen, ausgewiesene „U-Space“-Korridore rund um die Flughäfen Dublin, Cork und Shannon sowie eine beschleunigte Betriebsgenehmigung für Logistikanbieter, die Lieferungen außerhalb der Sichtweite (BVLOS) testen. Die Verordnung sieht zudem vor, bei Flügen in temporär eingeschränkten Lufträumen Bußgelder von bis zu 5.000 € direkt vor Ort zu verhängen – ein Thema, das durch das kürzliche Drohnenverbot der Garda während des ECOFIN-Gipfels in den Fokus gerückt ist. Gewerbliche Betreiber, insbesondere Vermessungsfirmen im Bauwesen, Medienunternehmen und Start-ups im Bereich der letzten Meile, haben bis zum 30. Oktober Zeit, ihre Rückmeldungen über das IAA-Stakeholder-Portal einzureichen. Die Behörde plant, die Verordnung bis Jahresende abzuschließen, damit die neuen Anforderungen ab dem 1. April 2027 in Kraft treten können. Unternehmen erhalten so eine sechsmonatige Übergangsfrist, um ihre bestehenden Flotten entsprechend nachzurüsten. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der Entwurf relevant, da Unternehmensstandorte zunehmend auf Drohnen für Sicherheitsrundgänge, Infrastrukturinspektionen und Vorführflüge für Kunden setzen. Firmen sollten daher Budget für Hardware-Updates und die Erneuerung von Pilotenlizenzen einplanen und gegebenenfalls ihre Reiserichtlinien anpassen, falls Mitarbeiter Drohnen für kurzfristige Projekte nach Irland mitbringen. Der Entwurf bringt Irland in Einklang mit der aufkommenden EU-U-Space-Architektur und könnte Investitionen von Anbietern für Drohnenverkehrsmanagement anziehen. Kleinere Betreiber warnen jedoch, dass die verpflichtende Fernidentifikation und Geofencing Hobbypiloten aus dem Markt drängen und informelle Flüge in den Untergrund treiben könnten – was paradoxerweise die Sicherheitsrisiken erhöhen würde.
Quelle: Irish Aviation Authority