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EU-finanziertes MoveS-Seminar in Turin analysiert grenzüberschreitende Gesundheitsrechte

Sept. 19, 2026
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EU-finanziertes MoveS-Seminar in Turin analysiert grenzüberschreitende Gesundheitsrechte
Mobilitäts- und Sozialversicherungsmanager sollten sich den Termin vormerken: Das EU-Netzwerk MoveS veranstaltete gestern sein jährliches italienisches Seminar an der Universität Turin. Die Veranstaltung am 18. September mit dem Titel „Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege: Neue Entwicklungen und Herausforderungen in der EU“ brachte politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Praktiker aus der Wirtschaft zusammen, um die Wechselwirkungen der Verordnungen 883/2004 und 987/2009 mit der Patientenrechte-Richtlinie 2011/24/EU zu analysieren.

Die Referenten betonten die wachsende Bedeutung des tragbaren Dokuments S1 für pensionierte entsandte Arbeitnehmer und wiesen auf aktuelle Urteile des EuGH hin, insbesondere den Fall „Pensionati Italiani“ (C-576/24), der den Mitgliedstaaten weniger Spielraum bei der Ablehnung geplanter Behandlungen im Ausland lässt. Italienische Arbeitgeber mit A1-Bescheinigungen für entsandte Mitarbeiter erfuhren, dass die Erstattungshöchstgrenzen nun an die Tarife des Behandlungslandes und nicht mehr an die des Heimatlandes gekoppelt sind. Dies könnte die Kosten für betriebliche Krankenversicherungen erhöhen, wenn Mitarbeiter Fachbehandlungen in Deutschland oder Frankreich in Anspruch nehmen.

EU-finanziertes MoveS-Seminar in Turin analysiert grenzüberschreitende Gesundheitsrechte


Das Seminar gab zudem einen Ausblick auf einen geplanten Vorschlag der Kommission, bis 2028 ein EU-weites digitales Portal für die vorherige Genehmigung einzuführen, das schnellere Genehmigungsverfahren verspricht, aber auch strengere Datenschutzanforderungen im Rahmen des Europäischen Gesundheitsdatenraums mit sich bringt. Datenschutzbeauftragte wurden aufgefordert, die Datenflüsse von Patientendaten vor dem Pilotstart 2027 genau zu analysieren.

Praktische Workshops zeigten, wie die Personalabteilungen mobile Mitarbeiter unterstützen können, die grenzüberschreitend pflegebedürftige Angehörige betreuen, unter anderem durch neue Tele-Langzeitpflege-Pilotprojekte in Ligurien. Die Präsentationen und eine Aufzeichnung werden nächste Woche verfügbar sein; die Anmeldung für Folge-Webinare zu Renten und Gesundheitsversorgung ist ab heute geöffnet.

Für multinationale Unternehmen ist die Botschaft klar: Die Ansprüche auf grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung wachsen, ebenso wie die Compliance-Anforderungen. Eine Aktualisierung der Entsendepolitik, der Krankenversicherungsgrenzen und der Datenschutzhinweise vor dem Pilotprojekt 2027 wird entscheidend sein.
Quelle: European Commission – DG Employment event page

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