
Indiens größte Billigfluggesellschaft IndiGo steht erneut im Fokus der Luftfahrtbehörde, nachdem ein Airbus A321-neo auf dem Flug 6E 6542 von Guwahati nach Bengaluru am Sonntag, den 27. September, bei einer abgebrochenen Landung einen Heckschlag erlitt. Ersten Berichten zufolge berührte das Flugzeug die Landebahn, bevor die Crew durchstartete und beim zweiten Anflug sicher landete. Es gab keine Verletzten, doch die Airline hat das Flugzeug bis zur Inspektion und Reparatur außer Betrieb genommen. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA) leitete am Montag, den 28. September, eine Untersuchung ein, um zu klären, ob Pilotenfehler, Wetterbedingungen oder technische Probleme zu dem ungewöhnlichen Bodenkontakt führten. Die Ermittler werden Flugdatenschreiber und Cockpit-Stimmenrekorder auswerten und ordneten Atemalkoholtests bei den Piloten an – ein Standardverfahren nach einem schweren Zwischenfall. Heckschläge gelten als ernste Vorfälle, da strukturelle Schäden oft verborgen bleiben und die Flugsicherheit später gefährden können. DGCA-Vertreter erklärten gegenüber lokalen Medien, dass das Ereignis zu verschärften Trainingsvorgaben für kommerzielle Piloten bei der Entscheidung zum Durchstarten an den stark frequentierten indischen Drehkreuzen führen könnte. Zudem deuteten sie eine mögliche Sicherheitsüberprüfung von Indigos schnell wachsender A321-neo-Flotte an, die inzwischen über 90 Maschinen umfasst. Für Manager der Firmenmobilität ist der Vorfall eine wichtige Erinnerung, bei engen Anschlussflügen am Kempegowda International Airport in Bengaluru ausreichend Pufferzeit einzuplanen. Der Flughafen verzeichnet täglich mehr als 80 internationale Abflüge. Jegliche behördliche Maßnahmen – etwa verpflichtende Checks oder Simulatortrainings – könnten IndiGo zu vorübergehenden Flugplananpassungen zwingen, insbesondere auf stark frequentierten Inlandsstrecken, die internationale Langstreckenflüge bedienen. Reisende sollten diese Woche ihre Flugstatus genau verfolgen und bei wichtigen Geschäftsreisen alternative Verbindungen in Betracht ziehen.
Quelle: The Times of India
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