
Am 5. November versammelte das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN) Beamte, Wissenschaftler und Manager für Unternehmensmobilität im Museo Reina Sofía in Madrid, um vier Jahrzehnte Spaniens in der Europäischen Union zu reflektieren – und wie diese Entwicklung den Umgang des Landes mit Grenzen, Arbeitsmigration und Integration verändert hat.
Die Staatssekretärin für Migration, María José Garrido, eröffnete die Konferenz mit der Feststellung, dass Spanien sich von einem Auswanderungsland in den 1980er Jahren zu einem der wichtigsten Zielländer Europas entwickelt hat. Die EU-Mitgliedschaft habe, so argumentierte sie, die rechtlichen und finanziellen Grundlagen geschaffen – etwa den Beitritt zum Schengen-Raum, die Zusammenarbeit mit Frontex und die Strukturfonds –, die diesen Wandel ermöglichten. In den Podiumsdiskussionen wurden Themen von digitalem Grenzmanagement und dem bevorstehenden Start des Ein- und Ausreisesystems (EES) bis hin zur Rolle der Regionalregierungen bei sozialer Integration behandelt.
Vertreter aus der Wirtschaft hoben praktische Herausforderungen hervor. Personalverantwortliche zweier IBEX-35-Unternehmen beklagten uneinheitliche Bearbeitungszeiten zwischen den Provinzen und forderten das Innenministerium auf, vor dem Start des EES im April 2026 verbindliche Service-Level-Agreements zu veröffentlichen. Start-ups lobten das Start-up-Gesetz von 2023, das ein Visum für digitale Nomaden geschaffen hat, forderten jedoch klarere Regelungen zu den Arbeitsrechten von Familienangehörigen.
Nichtregierungsorganisationen nutzten das Forum, um auf Defizite hinzuweisen: Nur 35 % der Asylsuchenden erhalten innerhalb von sechs Monaten nach Ankunft Sprachkurse; die Beschäftigungsquote von Frauen liegt 12 Prozentpunkte unter der von Männern. Die Regierungsvertreter antworteten, dass der kommende Interkulturelle Integrations- und Zusammenlebensplan – derzeit in der öffentlichen Konsultation – 120 Millionen Euro für Projekte in den Bereichen Sprache, Mentoring und Qualifikationsanerkennung bereitstellen werde.
Für Fachleute der Mobilität ergeben sich zwei zentrale Erkenntnisse: Erstens werden EU-weite Initiativen (EES, ETIAS) zunehmend Zeitpläne und Dokumentationsanforderungen für kurzfristige Entsendungen vorgeben – Unternehmen sollten ihre Reisepolitik jetzt überprüfen. Zweitens ist aufgrund der innerstaatlichen Dezentralisierung Spaniens die Einbindung regionaler Akteure entscheidend: Die Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitsagenturen und Handelskammern kann die Integration ausländischer Mitarbeiter beschleunigen.
EMN Spanien kündigte an, dass die Tagungsunterlagen und politische Empfehlungen Anfang 2026 veröffentlicht werden – eine wertvolle Lektüre für alle, die Mobilitätsstrategien auf dem iberischen Markt gestalten.
Die Staatssekretärin für Migration, María José Garrido, eröffnete die Konferenz mit der Feststellung, dass Spanien sich von einem Auswanderungsland in den 1980er Jahren zu einem der wichtigsten Zielländer Europas entwickelt hat. Die EU-Mitgliedschaft habe, so argumentierte sie, die rechtlichen und finanziellen Grundlagen geschaffen – etwa den Beitritt zum Schengen-Raum, die Zusammenarbeit mit Frontex und die Strukturfonds –, die diesen Wandel ermöglichten. In den Podiumsdiskussionen wurden Themen von digitalem Grenzmanagement und dem bevorstehenden Start des Ein- und Ausreisesystems (EES) bis hin zur Rolle der Regionalregierungen bei sozialer Integration behandelt.
Vertreter aus der Wirtschaft hoben praktische Herausforderungen hervor. Personalverantwortliche zweier IBEX-35-Unternehmen beklagten uneinheitliche Bearbeitungszeiten zwischen den Provinzen und forderten das Innenministerium auf, vor dem Start des EES im April 2026 verbindliche Service-Level-Agreements zu veröffentlichen. Start-ups lobten das Start-up-Gesetz von 2023, das ein Visum für digitale Nomaden geschaffen hat, forderten jedoch klarere Regelungen zu den Arbeitsrechten von Familienangehörigen.
Nichtregierungsorganisationen nutzten das Forum, um auf Defizite hinzuweisen: Nur 35 % der Asylsuchenden erhalten innerhalb von sechs Monaten nach Ankunft Sprachkurse; die Beschäftigungsquote von Frauen liegt 12 Prozentpunkte unter der von Männern. Die Regierungsvertreter antworteten, dass der kommende Interkulturelle Integrations- und Zusammenlebensplan – derzeit in der öffentlichen Konsultation – 120 Millionen Euro für Projekte in den Bereichen Sprache, Mentoring und Qualifikationsanerkennung bereitstellen werde.
Für Fachleute der Mobilität ergeben sich zwei zentrale Erkenntnisse: Erstens werden EU-weite Initiativen (EES, ETIAS) zunehmend Zeitpläne und Dokumentationsanforderungen für kurzfristige Entsendungen vorgeben – Unternehmen sollten ihre Reisepolitik jetzt überprüfen. Zweitens ist aufgrund der innerstaatlichen Dezentralisierung Spaniens die Einbindung regionaler Akteure entscheidend: Die Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitsagenturen und Handelskammern kann die Integration ausländischer Mitarbeiter beschleunigen.
EMN Spanien kündigte an, dass die Tagungsunterlagen und politische Empfehlungen Anfang 2026 veröffentlicht werden – eine wertvolle Lektüre für alle, die Mobilitätsstrategien auf dem iberischen Markt gestalten.