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Streik im öffentlichen Nahverkehr in Genua legt Pendlerverkehr für vier Stunden lahm

Nov. 11, 2025
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Streik im öffentlichen Nahverkehr in Genua legt Pendlerverkehr für vier Stunden lahm
Die urbane Mobilität in Genua kam am 10. November 2025 für mehrere Stunden zum Erliegen, nachdem die Beschäftigten des städtischen Verkehrsunternehmens AMT von 11:30 bis 15:30 Uhr zu einem vierstündigen Streik aufgerufen hatten. Die Aktion, organisiert von der Gewerkschaft UGL-FNA, betraf Stadtbusse, die Schmalspurbahn Genova-Casella (die durch Ersatzbusse bedient wurde), regionale Buslinien sowie Fahrkartenschalter. Kernbereiche des Behindertentransports und bestimmte Stoßzeiten blieben laut italienischem Streikrecht geschützt, dennoch mussten Pendler und Geschäftsreisende mit langen Wartezeiten und überfüllten Fahrzeugen, insbesondere auf der Ost-West-Achse Val Bisagno, rechnen.

Die Gewerkschaft wirft AMT „dramatischen Personalmangel und Fahrzeugengpässe“ vor und berichtet, dass im Depot Staglieno 140 Busse als Ersatzteilspender zerlegt werden. Fahrer klagen über verlängerte Schichten ohne Zugang zu sanitären Anlagen sowie eine Zunahme von Aggressionen seitens der Fahrgäste. Der Konflikt folgt auf monatelange Spannungen wegen der kommunalen Pläne, Depots zusammenzulegen und fahrerlose Oberleitungsbusse einzuführen. Die Verhandlungen mit der Geschäftsführung waren letzte Woche gescheitert, was sowohl den Streik am Montag als auch eine Kundgebung vor der Firmenzentrale auslöste.

Streik im öffentlichen Nahverkehr in Genua legt Pendlerverkehr für vier Stunden lahm


Für Arbeitgeber in Genuas Hafenlogistik und Schiffreparaturbranche erschwerte der Ausstand die Schichtwechsel, viele Unternehmen organisierten daher kurzfristig Shuttlebusse oder erlaubten, wo möglich, Homeoffice. Hotels meldeten einen Anstieg von Taxibestellungen durch Kreuzfahrtpassagiere, die am Stazione Marittima an Land gingen, während der Flughafen Genua Reisende aufforderte, für die Anfahrt zum Cristoforo Colombo über die spärlich bediente Volabus-Linie mehr Zeit einzuplanen.

AMT kündigt an, die Flotte von 1.050 Fahrzeugen bis Frühjahr 2026 mit neuen, durch den italienischen Recovery-Plan finanzierten Elektro-Bussen wieder vollständig einsatzbereit zu machen. Die Gewerkschaften warnen jedoch, dass ohne sofortige Neueinstellungen und ausreichende Wartungsressourcen weitere Arbeitskämpfe vor Weihnachten wahrscheinlich sind, darunter auch mögliche 24-Stunden-Streiks, die die geschäftige Ferienreisezeit stark beeinträchtigen würden.

Mobilitätsverantwortliche mit Personal in Ligurien sollten Reisende über mögliche kurzfristige Streiks informieren – das italienische Recht verlangt nur eine zehn-tägige Vorankündigung – und Notfallpläne wie vorab gebuchte Taxis oder flexible Arbeitszeiten bereithalten. Arbeitgeber werden zudem daran erinnert, dass durch gesetzlich erlaubte Streiks verursachte Verspätungen nicht als unentschuldigtes Fehlen im Rahmen nationaler Arbeitsverträge gewertet werden dürfen.
Quelle: Genova24

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